Die Netzneutralität steht in den USA vor dem Aus
Die US-Telekommunikationsbehörde Federal Communikations Commission (FCC) hat einen neuen Vorschlag zu einem geänderten Regelwerk hinsichtlich Netzneutralität auf der "letzten Meile" gemacht.
Netzneutralität sieht vor, dass Internet-Provider Daten kategorisch weder bevorzugen noch benachteiligen dürfen. De facto setzen sich Inhalte-Anbieter gemeinsam mit den ISPs bereits direkt und indirekt darüber hinweg, die FCC versucht, diesen Trend wenigstens in Bahnen lenken zu können.
Die FCC will mit dem geplanten Regelwerk verhindern, dass Provider bestimmte Inhalte ausbremsen oder ganz blocken. Die Behörde geht in die Gegenrichtung: Denn künftig soll es erlaubt sein, bestimmten Traffic auf der letzten Meile zu bevorzugen. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn die FCC feststellt, dass eine etwaige Vereinbarung "kommerziell vernünftig" ist. Dabei will die Behörde die Interessen aller Marktteilnehmer abwägen, entscheiden will man stets von Fall zu Fall.
Am 15. Mai sollen die neuen Regeln offiziell beschlossen werden, man kann aber wohl davon ausgehen, dass es Einsprüche und Klagen geben wird. Auch internationale und auch deutsche ISPs werden die Sache sicherlich genau beobachten, da es auch bei uns ganz ähnliche Bestrebungen gibt.
Siehe auch: EU-Parlament sagt - Netzneutralität ja, Roaming nein
Alle Daten sind gleich - in der Theorie
Laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Wall Street Journal stellen die geplanten neuen Richtlinien den mittlerweile dritten Versuch der FCC dar, die Netzneutralität wenigstens in Grundzügen zu erhalten. Kritiker erkennen darin allerdings das Gegenteil, nämlich das offizielle Ende der "Daten-Gleichbehandlung" im Internet bzw. bei deren Übertragung.Netzneutralität sieht vor, dass Internet-Provider Daten kategorisch weder bevorzugen noch benachteiligen dürfen. De facto setzen sich Inhalte-Anbieter gemeinsam mit den ISPs bereits direkt und indirekt darüber hinweg, die FCC versucht, diesen Trend wenigstens in Bahnen lenken zu können.
Die FCC will mit dem geplanten Regelwerk verhindern, dass Provider bestimmte Inhalte ausbremsen oder ganz blocken. Die Behörde geht in die Gegenrichtung: Denn künftig soll es erlaubt sein, bestimmten Traffic auf der letzten Meile zu bevorzugen. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn die FCC feststellt, dass eine etwaige Vereinbarung "kommerziell vernünftig" ist. Dabei will die Behörde die Interessen aller Marktteilnehmer abwägen, entscheiden will man stets von Fall zu Fall.
Die Großen werden größer
Der dritte FCC-Vorschlag dazu ist der Versuch, einen Mittelweg zu finden. Denn seitens der Industrie verspürt man immer stärkeren Druck, gleichzeitig stellt Netzneutralität ein fundamentales Prinzip im Internet dar. Netzaktivisten kritisieren die FCC-Pläne aber erwartungsgemäß. Sie befürchten, dass die großen und finanzstarken Unternehmen künftig bevorzugt würden und das auf Kosten von Start-Ups und kleineren Firmen.Am 15. Mai sollen die neuen Regeln offiziell beschlossen werden, man kann aber wohl davon ausgehen, dass es Einsprüche und Klagen geben wird. Auch internationale und auch deutsche ISPs werden die Sache sicherlich genau beobachten, da es auch bei uns ganz ähnliche Bestrebungen gibt.
Siehe auch: EU-Parlament sagt - Netzneutralität ja, Roaming nein
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