Zensur-Systeme für eigenes Geschäft missbraucht
Die Verfügbarkeit einer umfassenden Zensur-Infrastruktur in China weckt natürlich auch bei Akteuren, die nicht zum Staat gehören, Begehrlichkeiten. Wegen entsprechenden Missbrauchs gab es nun Verhaftungen.
Die Polizei in Peking hat mehrere Personen dingfest gemacht, die ein Geschäft darauf aufbauten, die Zensur-Systeme für ihre Zwecke einzusetzen. Sie manipulierten die Infrastruktur so, dass negative Beiträge über Unternehmen, die dafür zahlten, beispielsweise nicht mehr in den Ergebnis-Listen der in China marktführenden Suchmaschine Baidu auftauchten, berichteten die Peking-Nachrichten.
In verschiedenen Fällen waren entsprechende Veränderungen bereits seit dem Jahr 2012 aufgefallen. Allerdings dauerte es einige Zeit, bis man diese auf einen Täter zurückverfolgen konnte. Als zentrale Figur machte man schließlich einen Angehörigen der Pekinger Behörde für öffentliche Sicherheit aus, der für die Umsetzung von Zensur-Entscheidungen zuständig war.
Die Kontakte zu den jeweiligen Unternehmen wurden über eine PR-Agentur organisiert, die ein ehemaliger Baidu-Mitarbeiter gegründet hatte. Diese suchte das Internet nach Negativeinträgen ab und bot den betroffenen Firmen dann an, diese gegen Zahlung einer bestimmten Summe entfernen zu lassen. Das Geschäft soll über mehrere Jahre hinweg einen Umsatz von über 320.000 Dollar eingebracht haben, wobei auch Artikel auf Nachrichtenportalen und anderen Plattformen entfernt wurden - insgesamt mehr als 2.000 Beiträge.
Bereits vor zwei Jahren soll es in der Sache erste vorläufige Festnahmen gegeben haben, die aber wohl keine weitergehenden Folgen hatten. Jetzt ergriff die Polizei insgesamt mindestens zehn Personen, die nun vor Gericht gestellt werden sollen.
In verschiedenen Fällen waren entsprechende Veränderungen bereits seit dem Jahr 2012 aufgefallen. Allerdings dauerte es einige Zeit, bis man diese auf einen Täter zurückverfolgen konnte. Als zentrale Figur machte man schließlich einen Angehörigen der Pekinger Behörde für öffentliche Sicherheit aus, der für die Umsetzung von Zensur-Entscheidungen zuständig war.
Tausende Beiträge wegzensiert
Aber auch einige Beschäftigte bei Baidu waren in die Sache verstrickt. Ein Administrator soll beispielsweise über die Zeit rund 10.000 Dollar für seine Mitarbeit an den Manipulationen erhalten haben. An der Entfernung von rund 300 Einträgen im Suchindex soll dieser beteiligt gewesen sein.Die Kontakte zu den jeweiligen Unternehmen wurden über eine PR-Agentur organisiert, die ein ehemaliger Baidu-Mitarbeiter gegründet hatte. Diese suchte das Internet nach Negativeinträgen ab und bot den betroffenen Firmen dann an, diese gegen Zahlung einer bestimmten Summe entfernen zu lassen. Das Geschäft soll über mehrere Jahre hinweg einen Umsatz von über 320.000 Dollar eingebracht haben, wobei auch Artikel auf Nachrichtenportalen und anderen Plattformen entfernt wurden - insgesamt mehr als 2.000 Beiträge.
Bereits vor zwei Jahren soll es in der Sache erste vorläufige Festnahmen gegeben haben, die aber wohl keine weitergehenden Folgen hatten. Jetzt ergriff die Polizei insgesamt mindestens zehn Personen, die nun vor Gericht gestellt werden sollen.
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