Oculus: Todesdrohungen nach Facebook-Übernahme
Die Übernahme des Virtual-Reality-Unternehmens Oculus VR durch das soziale Netzwerk Facebook hat viel Staub aufgewirbelt. Mehr als das: Die Macher der innovativen VR-Brille bekommen seither zahlreiche Todesdrohungen.
Dass die Ankündigung der Oculus-Übernahme durch Facebook für viele Diskussionen und auch Kritik sorgen würde, war zu erwarten. Das Ausmaß hat aber alle Grenzen überschritten, wie Ars Technica unter Berufung auf Reddit berichtet. Denn in einem Beitrag auf der bekannten Web-Community berichtete Oculus-Gründer Palmer Luckey, dass man zwar negative Reaktionen erwartet habe, aber nicht "diese Art der Scheiße."
Und man kann Luckeys wenig diplomatische Wortwahl auch absolut nachvollziehen. Denn wie erwähnt haben die Oculus-Verantwortlichen mit Kritik gerechnet, nicht jedoch mit "so vielen Todesdrohungen und belästigenden Telefonanrufen." Mehr noch: Nicht nur das direkte Oculus-Team wurde auf diese Weise bedroht, sondern auch einige Familienmitglieder.
CTO John Carmack (links) und Oculus-Erfinder Palmer Luckey (Mitte)
Luckey wurde später von einem Reddit-Nutzer gefragt, ob er nicht als Außenstehender ähnlich verärgert reagiert hätte. Er räumte ein, dass das "vielleicht" so gewesen wäre, hätte er nur die Informationen, die die Öffentlichkeit zu dem Deal zur Verfügung hat. Aus seiner Sicht und der Kenntnis, "was die Technologie direkt ermöglichen wird", jedoch nicht, so Luckey. Todesdrohungen seien aber so oder so inakzeptabel, so der Oculus-Rift-Erfinder.
VR könne man damit zwar nicht unbedingt vergleichen, so Carmack, da das Virtual-Reality-Erlebnis stark sei und "bei Kontakt" die Nutzer konvertiere. Auch deswegen sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, dass man einen Partner benötigen werde. Carmack selbst war überrascht, dass es Facebook sein und auch so schnell passieren werde. Auch Carmack hätte sich offensichtlichere Partner vorstellen können. Aber: "Ich habe Gründe, anzunehmen, dass sie das große Ganze erkennen und eine starke Kraft sind, dies zu ermöglichen."
Siehe auch: Facebook kauft Oculus Rift, Netzgemeinde ist sauer
Und man kann Luckeys wenig diplomatische Wortwahl auch absolut nachvollziehen. Denn wie erwähnt haben die Oculus-Verantwortlichen mit Kritik gerechnet, nicht jedoch mit "so vielen Todesdrohungen und belästigenden Telefonanrufen." Mehr noch: Nicht nur das direkte Oculus-Team wurde auf diese Weise bedroht, sondern auch einige Familienmitglieder.
CTO John Carmack (links) und Oculus-Erfinder Palmer Luckey (Mitte)
Luckey wurde später von einem Reddit-Nutzer gefragt, ob er nicht als Außenstehender ähnlich verärgert reagiert hätte. Er räumte ein, dass das "vielleicht" so gewesen wäre, hätte er nur die Informationen, die die Öffentlichkeit zu dem Deal zur Verfügung hat. Aus seiner Sicht und der Kenntnis, "was die Technologie direkt ermöglichen wird", jedoch nicht, so Luckey. Todesdrohungen seien aber so oder so inakzeptabel, so der Oculus-Rift-Erfinder.
John Carmack verteidigt den Deal
Unterdessen hat Gaming-Legende und Technik-Chef von Oculus, John Carmack, in einer Kommentar-Antwort auf Tumblr die Facebook-Übernahme verteidigt. Auch Valve sei beim Aufbau von Steam von seinen größten Fans hart angegriffen worden, selbst die Industrie habe sie für verrückt gehalten.VR könne man damit zwar nicht unbedingt vergleichen, so Carmack, da das Virtual-Reality-Erlebnis stark sei und "bei Kontakt" die Nutzer konvertiere. Auch deswegen sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, dass man einen Partner benötigen werde. Carmack selbst war überrascht, dass es Facebook sein und auch so schnell passieren werde. Auch Carmack hätte sich offensichtlichere Partner vorstellen können. Aber: "Ich habe Gründe, anzunehmen, dass sie das große Ganze erkennen und eine starke Kraft sind, dies zu ermöglichen."
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