Apple und Nacktheit:
Verleger will EU hinzuziehen
US-Unternehmen wie Apple haben bekanntlich ein großes Problem mit Nacktheit, worüber Europäer immer wieder nur den Kopf schütteln können. Ein französischer Verleger will sich damit aber nicht abfinden und Politik sowie Europäische Kommission anrufen.
Apple hat wie viele andere US-Unternehmen eine schwere Allergie gegen Nacktheit und sogar "aufreizend bedeckte Körperteile" (Zitat: Google). Das ist auch der Grund, warum sich das Unternehmen aus Cupertino weigert, einen Roman namens "La Femme" von Bénédicte Martin in das Angebot des iBookstore aufzunehmen.
Auf dem Cover von "La Femme" ist nämlich die Montage einer Frau mit nacktem Oberköper und Messer-förmigen Unterleib zu sehen. Apple hat die Veröffentlichung des Romans abgelehnt und beruft sich auf die Nutzungsbedingungen, die Nacktheit ausschließen, wie Heise unter Berufung auf die französische Tageszeitung Le Monde berichtet.
Der Verleger des Romans, Olivier Frébourg, will sich mit der Apple-Entscheidung nicht abfinden, vor allem auch deshalb, weil sich Apple nicht am Inhalt des Romans stört, sondern lediglich am Cover-Motiv. Frébourg ist nicht nur verärgert, sondern auch aufgrund der "Dummheit" von Apple wütend, er beklagt auch die "ausartende Prüderie der Amerikaner."
Das meint auch Frébourg, der angekündigt hat, die Angelegenheit vor den französischen Kulturminister und in weiterer Folge die Europäische Kommission zu bringen. Der Verleger argumentiert, dass die Apple-Weigerung die "Kunst- und Meinungsfreiheit" einschränke.
Auf dem Cover von "La Femme" ist nämlich die Montage einer Frau mit nacktem Oberköper und Messer-förmigen Unterleib zu sehen. Apple hat die Veröffentlichung des Romans abgelehnt und beruft sich auf die Nutzungsbedingungen, die Nacktheit ausschließen, wie Heise unter Berufung auf die französische Tageszeitung Le Monde berichtet.
Der Verleger des Romans, Olivier Frébourg, will sich mit der Apple-Entscheidung nicht abfinden, vor allem auch deshalb, weil sich Apple nicht am Inhalt des Romans stört, sondern lediglich am Cover-Motiv. Frébourg ist nicht nur verärgert, sondern auch aufgrund der "Dummheit" von Apple wütend, er beklagt auch die "ausartende Prüderie der Amerikaner."
"Freiheit der Kunst"
Apple ist aber natürlich ein privates Unternehmen, das sich selbst aussuchen kann, was es verkaufen will und was nicht. Aber: Le Monde schreibt, dass der iBookstore in Frankreich auf nahezu 20 Prozent des digitalen Buchmarktes kommt. Die Frage ist aber, ob eine Weigerung, ein Buch auf Basis des Covers nicht zu verkaufen, einer wettbewerbsrechtlichen Prüfung standhält.Das meint auch Frébourg, der angekündigt hat, die Angelegenheit vor den französischen Kulturminister und in weiterer Folge die Europäische Kommission zu bringen. Der Verleger argumentiert, dass die Apple-Weigerung die "Kunst- und Meinungsfreiheit" einschränke.
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