Bald gibt es keine Fernseher und PCs von Sony mehr

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat ein katastrophales Geschäftsergebnis vermeldet. Als Reaktion sollen nun Massenentlassungen und der bereits erwartete Verkauf der PC-Sparte folgen - aber nicht nur das. Nachdem es die Spatzen in den letzten Tagen schon von den Dächern pfiffen, bestätigte Sony nun, dass man die eigene Computer-Sparte an einen Finanzinvestor verkaufen werde. Hier war in den Gerüchten bereits von Japan Industrial Partners die Rede und das Unternehmen konnte nun schon die Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages verkünden.

Deutlich überraschender war allerdings die Ankündigung, dass Sony nicht nur die PC-Sparte, sondern auch die Produktion von Fernsehern aus dem Konzern herauslösen und abstoßen wird. Die Ausgliederung des Bereiches in ein komplett eigenständiges Unternehmen soll bis zum Juli dieses Jahres abgeschlossen sein, hieß es.

Dies ist Bestandteil einer Neuausrichtung des Elektronik-Geschäftes, das das Unternehmen seit Jahren in der Krise festhält. Insbesondere an den Problemen in der Fernsehsparte, die einst eine wichtige Säule des Kerngeschäftes darstellte, sind schon mehrere Sanierungs-Vorhaben und Manager gestolpert. Sowohl die TV- als auch die PC-Produktion schreiben schon länger rote Zahlen.

Sein Heil will der japanische Konzern nun in den aktuellen Boom-Segmenten suchen. Wenn man einmal von der Spielekonsole Playstation 4 absieht, wird die Konzentration in Zukunft quasi komplett auf Smartphones und Tablets liegen. Diese sollen dafür sorgen, dass endlich einmal wieder ein stabiler Wachstumskurs zustande kommt.

Erst einmal steht mit dem Verkauf der beiden Geschäftsbereiche und weiterer Sanierungsmaßnahmen aber noch einmal ein Kraftakt an. Im Zuge dessen soll es rund 5.000 Entlassungen geben. Parallel warnte das Management bereits davor, dass man das Geschäftsjahr dann doch nicht wie erhofft mit rund 300 Millionen Dollar Gewinn abschließen können wird. Stattdessen wird es eher auf 1,1 Milliarden Dollar Verlust hinauslaufen.
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