Smartphones: Sony will Benchmark-Leaks stoppen

Immer wieder kommt es zur unbeabsichtigten Vorabveröffentlichung von Informationen über neue Smartphones, weil sie in den Online-Datenbanken von Benchmark-Anbietern auftauchen. Sony will dies laut einem Bericht künftig verhindern. Wie das auf Sony-Smartphones spezialisierte XperiaBlog meldet, versucht der Hersteller seit neuestem, die Installation bestimmter Apps auf Prototypen seiner Geräte zu verhindern. Betroffen sind Benchmark-Tools wie AnTuTu, die die mit dem jeweiligen Smartphone erzielten Ergebnisse ins Internet übertragen. AnTuTu-Ergebnisse können unter anderem Auskunft über die Leistungsfähigkeit der jeweils verwendeten Hardware geben. Sony Smartphone Benchmark SperreSony warnt Tester vor Benchmark-Leaks Versucht ein Nutzer eines Sony-Prototypen, die betroffenen Apps auf dem Gerät zu installieren, wird laut einem durch die Kollegen veröffentlichten Screenshot eine deutliche Warnung angezeigt, die die Deinstallation der Software fordert. Es wird darauf hingewiesen, dass die App Informationen zu dem Prototypen leaken lassen könnte.

Offenbar unterbindet Sony auch die Nutzung der jeweiligen Apps, denn offenbar kann die Warnmeldung nur bestätigt, aber nicht abgelehnt werden. Eine Ausführung des Benchmarks scheint somit nicht ohne weiteres möglich. Ob sich die Warnung umgehen lässt, ist derzeit noch unklar. Offen ist auch, welche weiteren Apps von der Sperre betroffen sind und wie sie funktioniert.

Die Datenbank von AnTuTu kann auf damit ausgestatteten Geräten recht einfach durchsucht werden. Erst vor wenigen Tagen waren neue Screenshots aufgetaucht, die die darin verzeichneten Benchmark-Ergebnisse für mehrere neue Sony-Smartphones zeigten. Der japanische Elektronikkonzern hat also allen Grund gegen die Verwendung von Benchmarks auf Prototypen vorzugehen.

Wahrscheinlich richtet sich die Sperrung nicht gegen Tester, die Teil der Sony-eigenen Entwickler-Teams sind, sondern eher gegen die Unvorsichtigkeit der Mitarbeiter von Sonys Partnern. So erhalten zum Beispiel Netzbetreiber vorab Zugriff auf viele Geräte, um diese in Verbindung mit ihrer Infrastruktur vor der Einführung ausgiebig zu testen.
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