Studie: Facebook verliert 80% der Nutzer bis 2017
Facebook könnte in den nächsten drei Jahren rund 80 Prozent der Nutzerbasis davonlaufen. Das wollen Forscher mit einer neuen Studie belegen können, in der das soziale Netzwerk mit einer ansteckenden Krankheit verglichen wurde.
Schnupfen, Husten und Facebook
Vor Kurzem war bekannt geworden, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene Facebook den Rücken kehren. Sollte sich eine aktuelle Studie als richtig erweisen, hat das blaue Netzwerk aber nicht nur ein Demografie-Problem.
Das Interesse an Facebook soll seinen Höhepunkt schon überschritten haben, weshalb sich bis 2017 rund 80 Prozent der Nutzer von dem größten sozialen Netzwerk der Welt abwenden könnten. Diese - zumindest für Mark Zuckerberg - äußerst düstere Zukunftsprognose wagen Forscher der Universität Princeton.
Besonders interessant: Um diese Erkenntnisse zu gewinnen, wendete das zweiköpfige Team Methoden an, die sonst bei der Erforschung von Seuchen und ansteckenden Krankheiten zum Einsatz kommen. Diese Theorien und Formeln aus der Krankheits-Forschung wurden dann mit Daten von Google Trends kombiniert, um eine weitere Verbreitung oder einen Rückgang von Facebook voraussagen zu können.
Krankheitsverlauf wie bei Myspace
"Facebook befindet sich in einer Phase des Abbaus (...) zwischen 2015 und 2017 wird Facebook 80 Prozent der Nutzerbasis verlieren", schließen die Forscher aus Princeton aus ihren gewonnenen Daten. Dabei werden auch Parallelen zu einem anderen Netzwerk gezogen: Myspace.
Der ehemalige Branchen-Primus hatte bei Google Trends 2008 seinen Höhepunkt erreicht, um sich in den folgenden drei Jahren praktisch aufzulösen. Genau diese Interessen-Spitze wollen die Forscher 2012 bei Facebook registriert haben. Ob sich daraus auch schließen lässt, dass das Netzwerk ein ähnliches Schicksal erwartet wie den musikalischen Vorgänger, muss sich aber erst noch zeigen.
Mutation ist die Lösung
"Es hat sich gezeigt, dass sich Ideen genau so wie Krankheiten infektiös zwischen Menschen verbreiten, um dann eventuell auszusterben", schreiben die Forscher in ihrer akademischen Abhandlung.
Wie Tech-Analyst Rob Enderle gegenüber MarketWatch mitteilte, hat Facebook trotzdem eine Chance zu überleben: "Wenn sich das Krankheiten-Modell bewahrheiten sollte, wird Facebook mutieren und sich weiterentwickeln müssen (...) es muss den Immunisierungsprozess überstehen"
Die Erkenntnisse der Forscher wirken drastisch und für Kritiker von Facebook wie eine sehnlich erwartete Bestätigung. Die Nutzerbasis ist in diesem Fall aber viel größer, als bei allen anderen Netzwerken zuvor. Man darf gespannt sein, ob wirklich 80 Prozent dieser rund 1,2 Milliarden Menschen in drei Jahren komplett vom "Facebook-Virus" geheilt sein werden. Infografik: Teenager-Exodus bei Facebook
Vor Kurzem war bekannt geworden, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene Facebook den Rücken kehren. Sollte sich eine aktuelle Studie als richtig erweisen, hat das blaue Netzwerk aber nicht nur ein Demografie-Problem.
Das Interesse an Facebook soll seinen Höhepunkt schon überschritten haben, weshalb sich bis 2017 rund 80 Prozent der Nutzer von dem größten sozialen Netzwerk der Welt abwenden könnten. Diese - zumindest für Mark Zuckerberg - äußerst düstere Zukunftsprognose wagen Forscher der Universität Princeton.
Besonders interessant: Um diese Erkenntnisse zu gewinnen, wendete das zweiköpfige Team Methoden an, die sonst bei der Erforschung von Seuchen und ansteckenden Krankheiten zum Einsatz kommen. Diese Theorien und Formeln aus der Krankheits-Forschung wurden dann mit Daten von Google Trends kombiniert, um eine weitere Verbreitung oder einen Rückgang von Facebook voraussagen zu können.
Krankheitsverlauf wie bei Myspace
"Facebook befindet sich in einer Phase des Abbaus (...) zwischen 2015 und 2017 wird Facebook 80 Prozent der Nutzerbasis verlieren", schließen die Forscher aus Princeton aus ihren gewonnenen Daten. Dabei werden auch Parallelen zu einem anderen Netzwerk gezogen: Myspace.
Der ehemalige Branchen-Primus hatte bei Google Trends 2008 seinen Höhepunkt erreicht, um sich in den folgenden drei Jahren praktisch aufzulösen. Genau diese Interessen-Spitze wollen die Forscher 2012 bei Facebook registriert haben. Ob sich daraus auch schließen lässt, dass das Netzwerk ein ähnliches Schicksal erwartet wie den musikalischen Vorgänger, muss sich aber erst noch zeigen.
Mutation ist die Lösung
"Es hat sich gezeigt, dass sich Ideen genau so wie Krankheiten infektiös zwischen Menschen verbreiten, um dann eventuell auszusterben", schreiben die Forscher in ihrer akademischen Abhandlung.
Wie Tech-Analyst Rob Enderle gegenüber MarketWatch mitteilte, hat Facebook trotzdem eine Chance zu überleben: "Wenn sich das Krankheiten-Modell bewahrheiten sollte, wird Facebook mutieren und sich weiterentwickeln müssen (...) es muss den Immunisierungsprozess überstehen"
Die Erkenntnisse der Forscher wirken drastisch und für Kritiker von Facebook wie eine sehnlich erwartete Bestätigung. Die Nutzerbasis ist in diesem Fall aber viel größer, als bei allen anderen Netzwerken zuvor. Man darf gespannt sein, ob wirklich 80 Prozent dieser rund 1,2 Milliarden Menschen in drei Jahren komplett vom "Facebook-Virus" geheilt sein werden. Infografik: Teenager-Exodus bei Facebook
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