Ungeahnte Probleme beim Nokia-Deal mit Microsoft
Eine Auseinandersetzung zwischen dem finnischen Mobilfunk-Konzern Nokia und den Finanzbehörden in Indien hat inzwischen Dimensionen angenommen, die den Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft in Frage stellen könnten.
Bereits im Januar hatte eine Durchsuchung des dortigen Nokia-Werkes in Chennai stattgefunden, das auch Bestandteil des Deals mit Microsoft sein soll. Es steht der Verdacht auf Steuerhinterziehung im Raum. Hier geht es vor allem darum, welchen Wert die Produktionsanlage denn tatsächlich hat - und dieser ist offenbar deutlich höher, als das Unternehmen gegenüber den Behörden angab, berichtet die indische Wirtschaftszeitung Economic Times.
Nokia soll dem Gericht, das mit der Sache befasst ist, inzwischen 369 Millionen Dollar angeboten haben, um zumindest die Verfügungsgewalt über die Fabrik zurückzuerlangen, die immerhin zu den größten Handy-Werken überhaupt gehört. Denn solange nicht wenigstens eine ansatzweise Klärung des Sachverhalts vorhanden ist, könnte die Anlage auch gar nicht an Microsoft verkauft werden, was Nachverhandlungen oder eine Verzögerung des ganzen Deals zur Folge hätte - aller Wahrscheinlichkeit nach inklusive entsprechender Vertragsstrafen.
Die Summe dürfte allerdings höchstens als Zeichen gewertet werden können, dass Nokia guten Willens ist. Denn nach einer Prüfung der Finanzbehörden auf Basis des bisherigen Standes der Ermittlungen beträgt allein die Steuerschuld Nokias gegenüber dem indischen Staat derzeit 1,28 Milliarden Dollar. Rechnet man die in der Gesetzgebung festgesetzten Verzugsstrafen hinzu - Rückwirkend bis zum Finanzjahr 2006/07 - soll das Unternehmen beim Finanzamt sogar mit 3,4 Milliarden Dollar in der Schuld stehen.
Diese Zahlen beruhen aber auf der Annahme der Finanzbehörden, dass Nokia den Wert seines Werkes zu niedrig angegeben hat und dieser entsprechend höher zu schätzen sei. Bei dem Unternehmen sieht man dies allerdings als haltlos an und will in dem Verfahren vor Gericht gegen die hohen Forderungen streiten. Eine baldige Klärung ist allerdings notwendig, denn der Betrag um den es nun geht, macht bereits einen signifikanten Teil der Summe von rund 7 Milliarden Dollar aus, um die es beim Deal mit Microsoft geht.
Nokia soll dem Gericht, das mit der Sache befasst ist, inzwischen 369 Millionen Dollar angeboten haben, um zumindest die Verfügungsgewalt über die Fabrik zurückzuerlangen, die immerhin zu den größten Handy-Werken überhaupt gehört. Denn solange nicht wenigstens eine ansatzweise Klärung des Sachverhalts vorhanden ist, könnte die Anlage auch gar nicht an Microsoft verkauft werden, was Nachverhandlungen oder eine Verzögerung des ganzen Deals zur Folge hätte - aller Wahrscheinlichkeit nach inklusive entsprechender Vertragsstrafen.
Die Summe dürfte allerdings höchstens als Zeichen gewertet werden können, dass Nokia guten Willens ist. Denn nach einer Prüfung der Finanzbehörden auf Basis des bisherigen Standes der Ermittlungen beträgt allein die Steuerschuld Nokias gegenüber dem indischen Staat derzeit 1,28 Milliarden Dollar. Rechnet man die in der Gesetzgebung festgesetzten Verzugsstrafen hinzu - Rückwirkend bis zum Finanzjahr 2006/07 - soll das Unternehmen beim Finanzamt sogar mit 3,4 Milliarden Dollar in der Schuld stehen.
Diese Zahlen beruhen aber auf der Annahme der Finanzbehörden, dass Nokia den Wert seines Werkes zu niedrig angegeben hat und dieser entsprechend höher zu schätzen sei. Bei dem Unternehmen sieht man dies allerdings als haltlos an und will in dem Verfahren vor Gericht gegen die hohen Forderungen streiten. Eine baldige Klärung ist allerdings notwendig, denn der Betrag um den es nun geht, macht bereits einen signifikanten Teil der Summe von rund 7 Milliarden Dollar aus, um die es beim Deal mit Microsoft geht.
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Christian Kahle
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