Neue Macs ebnen PCIe den Weg in den Mainstream

Der Einsatz der PCIe-Schnittstelle in Apples neuen Mac Pro- und MacBook Air-Modellen zur Anbindung des Flash-Speichers wird dieser Technologie den Weg in den Massenmarkt ebenen.
Speicher, Ssd, Ultrabook
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Davon zeigen sich zumindest Marktforscher überzeugt. "Es kommt", erklärte beispielsweise Joseph Unsworth, der sich bei Gartner auf den Flash- und SSD-Bereich spezialisiert hat, laut einem Bericht der ComputerWorld. Und Michael Yang von IHS iSuppli sieht in der Neuerung zwar eher eine Evolution statt eine Revolution - denn immerhin komme PCIe in Servern schon lange zum Einsatz - doch die Integration in die Macs sei so etwas, wie der offizielle Segen, nun in den Massenmarkt Einzug zu halten.

So wird als nächstes beispielsweise Sony Notebooks mit SSDs auf den Markt bringen, die per PCIe angebunden sind. Und auch andere Hersteller werden wohl bald folgen. Befeuert wird die Entwicklung dabei von Intel und Plextor, die derzeit gemeinsam daran arbeiten, so genannte Next Generation Form Factor (NGFF)-SSDs voranzubringen, die mit 22 x 44 Millimetern wesentlich kleiner sind als die heute in MacBook Airs und Ultrabooks eingesetzten Speicherriegel und über ein PCIe 2.0 x2-Interface verfügen.

"Bei Intel erkennt man an, dass PCIe eine Zukunft hat - vor allem in Desktops und Notebooks", erklärte ein Intel-Sprecher. Im Zuge dessen sollen noch in diesem Jahr Muster der neuen NGFF PCIe-Karten bereitgestellt werden, um sie im kommenden Jahr möglichst breit zum Einsatz bringen zu können. Allerdings wird hiervon wohl erst einmal vor allem der High End-Markt profitieren, zeigte sich Gregory Wong vom Marktforschungsinstitut Forward Insights etwas vorsichtiger als seine Kollegen.

Die PCIe-Schnittstelle wird aber voraussichtlich schnell vor allem bei Anwendern begehrt sein, die bereits Erfahrungen damit gemacht haben, wie stark sich schon die gefühlte Performance eines Systems durch den Wechsel von klassischen Festplatten auf SSDs ändert. Das Interface bietet hier weitaus höhere Datendurchsätze als das bisher eingesetzte SATA.

So kommen die aktuell schnellsten SATA III-SSDs auf Bandbreiten von rund 550 Megabyte pro Sekunde. Apples Mac Pro bringt es hingegen nach Hersteller-Angaben auf eine Lesegeschwindigkeit von 1,25 Gigabyte pro Sekunde, während mit einem Gigabyte pro Sekunde geschrieben werden kann. Das MacBook Air ist nicht ganz so stark auf Leistung optimiert, wie das Profigerät, bietet mit einem Durchsatz von 800 Megabyte pro Sekunde aber immer noch deutlich mehr, als jedes SATA-basierte System.
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