Facebook macht Trennungsschmerz heute schlimmer
Im Zeitalter digitaler Dokumente und von Social Networks sind Trennungen vom Partner für viele deutlich schwieriger als noch vor einigen Jahren - denn der Kummer lässt sich schwerer kanalisieren und Erinnerungen schlechter ausblenden.
Während die vorhergehende Generation ihrem Frust beispielsweise noch Ausdruck verleihen konnte, indem gemeinsame Fotos zerrissen und weggeworfen wurden, ist dies bei digitalen Inhalten offenbar deutlich schwerer. Zumindest ergab nun eine Untersuchung der University of California Santa Cruz, dass es einem Drittel der jüngeren Altersgruppe schwer fällt, entsprechende Inhalte von ihren Systemen zu entfernen.
Erschwert wird dies noch dadurch, dass die Anwender heute deutlich mehr Bilder auf ihren Rechnern und Smartphones haben, als es vor einigen Jahren Kopien auf Papier gab. Selbst wenn man es wollte, kann es so leicht vorkommen, dass der Nutzer später doch noch über einzelne Dateien stolpert, die eigentlich einer Löschattacke zum Opfer fallen sollten. In solchen Fällen kann der Trennungsschmerz immer wieder ein gutes Stück hochkochen.
Hinzu kommt, dass man nach einer Trennung deutlich weniger Kontrolle über sein soziales Umfeld haben kann, um unangenehme Begegnungen zu vermeiden. Früher genügte es oft, sich aus dem Weg zu gehen. Es gibt hingegen so gut wie keinen Schutz dagegen, dass plötzlich Bilder aus besseren Zeiten oder aktuelle Aufnahmen eines glücklichen Ex-Partners von irgendwelchen Kontakten in die eigene Facebook-Timeline gespült werden.
Auch wenn die Hälfte der Nutzer angaben, im Anflug der Enttäuschung auch in sozialen Netzwerken eine radikale Löschorgie zu veranstalten, stehen sie trotzdem vor weitergehenden Problemen. So ist ein Ergebnis der Untersuchung nämlich auch, dass es so gut wie allen Befragten besonders schwer fällt, den Beziehungsstatus auf Facebook wieder auf "Single" umzustellen. Die Autoren der Studie sehen hier Potenziale für die Entwicklung neuer Dienstleistungen in den sozialen Netzen, von denen die Hinterlassenschaften einer Beziehung beispielsweise durch automatische Erkennungssysteme entfernt werden könnten - oder die sie zumindest für einen bestimmten Zeitraum unter Verschluss nehmen.
Erschwert wird dies noch dadurch, dass die Anwender heute deutlich mehr Bilder auf ihren Rechnern und Smartphones haben, als es vor einigen Jahren Kopien auf Papier gab. Selbst wenn man es wollte, kann es so leicht vorkommen, dass der Nutzer später doch noch über einzelne Dateien stolpert, die eigentlich einer Löschattacke zum Opfer fallen sollten. In solchen Fällen kann der Trennungsschmerz immer wieder ein gutes Stück hochkochen.
Hinzu kommt, dass man nach einer Trennung deutlich weniger Kontrolle über sein soziales Umfeld haben kann, um unangenehme Begegnungen zu vermeiden. Früher genügte es oft, sich aus dem Weg zu gehen. Es gibt hingegen so gut wie keinen Schutz dagegen, dass plötzlich Bilder aus besseren Zeiten oder aktuelle Aufnahmen eines glücklichen Ex-Partners von irgendwelchen Kontakten in die eigene Facebook-Timeline gespült werden.
Auch wenn die Hälfte der Nutzer angaben, im Anflug der Enttäuschung auch in sozialen Netzwerken eine radikale Löschorgie zu veranstalten, stehen sie trotzdem vor weitergehenden Problemen. So ist ein Ergebnis der Untersuchung nämlich auch, dass es so gut wie allen Befragten besonders schwer fällt, den Beziehungsstatus auf Facebook wieder auf "Single" umzustellen. Die Autoren der Studie sehen hier Potenziale für die Entwicklung neuer Dienstleistungen in den sozialen Netzen, von denen die Hinterlassenschaften einer Beziehung beispielsweise durch automatische Erkennungssysteme entfernt werden könnten - oder die sie zumindest für einen bestimmten Zeitraum unter Verschluss nehmen.
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Christian Kahle
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