Drosselung: Telekom-Konkurrenz erwartet Wechsler
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom rechnen bereits damit, dass in der nächsten Zeit eine Reihe von Kunden zu ihnen wechseln, um nicht Gefahr zu laufen, vom Breitband-Netz abgekoppelt zu werden.
Man gehe davon aus, dass der Telekom "die Kunden in Scharen davonlaufen" werden, wenn der Konzern an dem Modell festhalte, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko), Stephan Albers, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus (heutige Ausgabe). Denn: "Unsere Mitgliedsunternehmen planen keine Datendrosselung", führte er aus.
In dem Verband sind bundesweit Konkurrenten der Telekom organisiert. Vor allem kleinere regionale Carrier, Stadtwerke und Kabelnetzbetreibter haben sich hier zusammengeschlossen. Fraglich ist allerdings, wie sich ein Wechsel vieler Nutzer letztlich auf ihre Tarifstrukturen auswirken wird. Denn es ist damit zu rechnen, dass in erster Linie jene, die ihren Internet-Anschluss intensiver nutzen, der Telekom den Rücken kehren werden.
Seitens der Telekom beharrt man auf der Aussage, dass die meisten Kunden nie von einer Sperrung des Breitband-Anschlusses betroffen sein werden. "Wenn wir die Volumenbegrenzung einführen, werden die meisten Kunden davon nichts bemerken", merkte auch Marketingchef der Deutschen Telekom, Michael Hagspihl, an. Nach offizieller Lesart seitens des Telekom-Marketings würden derzeit nur rund 3 Prozent der Kunden Datenvolumen in den entsprechenden Höhen über ihre Leitung schicken, während der durchschnittliche Kunde nur bei einem Viertel bis einem Drittel dessen landet.
Allerdings handelt es sich hierbei nur um Abwehr-Rhetorik, die mit der Praxis wenig zu tun hat. Denn technisch sollen die Sperrungen voraussichtlich erst ab 2016 durchgeführt werden können. Die Telekom hatte ihr Vorgehen selbst damit begründet, dass bis dahin mit einer Vervierfachung des Traffics zu rechnen ist.
Denn auch der durchschnittliche Nutzer wird in der kommenden Zeit neue Dienste für sich entdecken, die zu einer deutlichen Steigerung des Datenvolumens führen werden: Bei Video-Abrufen geht der Trend immer stärker in Richtung HD. Über Cloud-Anwendungen werden zunehmend Synchronisations- und Backup-Services organisiert, die das Volumen ebenfalls kräftig steigen lassen. Und auch andere datenintensivere Applikationen werden in der nächsten Zeit hinzukommen. So ist damit zu rechnen, dass auch der normale Nutzer bald öfters an die von der Telekom gesetzten Grenzen stoßen wird.
Weitere Informationen: Übersicht: Wie und wann welcher Provider drosselt
In dem Verband sind bundesweit Konkurrenten der Telekom organisiert. Vor allem kleinere regionale Carrier, Stadtwerke und Kabelnetzbetreibter haben sich hier zusammengeschlossen. Fraglich ist allerdings, wie sich ein Wechsel vieler Nutzer letztlich auf ihre Tarifstrukturen auswirken wird. Denn es ist damit zu rechnen, dass in erster Linie jene, die ihren Internet-Anschluss intensiver nutzen, der Telekom den Rücken kehren werden.
Seitens der Telekom beharrt man auf der Aussage, dass die meisten Kunden nie von einer Sperrung des Breitband-Anschlusses betroffen sein werden. "Wenn wir die Volumenbegrenzung einführen, werden die meisten Kunden davon nichts bemerken", merkte auch Marketingchef der Deutschen Telekom, Michael Hagspihl, an. Nach offizieller Lesart seitens des Telekom-Marketings würden derzeit nur rund 3 Prozent der Kunden Datenvolumen in den entsprechenden Höhen über ihre Leitung schicken, während der durchschnittliche Kunde nur bei einem Viertel bis einem Drittel dessen landet.
Allerdings handelt es sich hierbei nur um Abwehr-Rhetorik, die mit der Praxis wenig zu tun hat. Denn technisch sollen die Sperrungen voraussichtlich erst ab 2016 durchgeführt werden können. Die Telekom hatte ihr Vorgehen selbst damit begründet, dass bis dahin mit einer Vervierfachung des Traffics zu rechnen ist.
Denn auch der durchschnittliche Nutzer wird in der kommenden Zeit neue Dienste für sich entdecken, die zu einer deutlichen Steigerung des Datenvolumens führen werden: Bei Video-Abrufen geht der Trend immer stärker in Richtung HD. Über Cloud-Anwendungen werden zunehmend Synchronisations- und Backup-Services organisiert, die das Volumen ebenfalls kräftig steigen lassen. Und auch andere datenintensivere Applikationen werden in der nächsten Zeit hinzukommen. So ist damit zu rechnen, dass auch der normale Nutzer bald öfters an die von der Telekom gesetzten Grenzen stoßen wird.
Weitere Informationen: Übersicht: Wie und wann welcher Provider drosselt
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