Ultrabooks zu teuer, um erfolgreich sein zu können

Die Preise der von Intel und seinen Gerätepartnern mit großem Aufwand als Alternative zu Apples MacBook Air positionierten Ultrabooks müssen nach Ansicht von Marktbeobachtern sinken, damit die Verkaufszahlen die hohen Erwartungen erfüllen können. Derzeit läuft es keineswegs wie erhofft.
Laptop, Ultrabook, Lenovo ThinkPad X1 Carbon
Lenovo
Das Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli hat seine Prognose für die Ultrabook-Verkaufszahlen für die nähere Zukunft halbiert. Als Gründe für die schleppende Entwicklung der noch recht jungen Notebook-Kategorie nennen die Analysten zu hohe Preise und die bisher mangelnde Effektivität der Marketing-Maßnahmen von Intel & Co. IHS iSuppli Ultrabook PrognoseUltrabook-Prognose: Verkaufte Einheiten pro Quartal bis Ende 2013 Für das Jahr 2012 rechnet iSuppli nur noch mit rund 10,3 Millionen verkauften Ultrabooks, nachdem man zuletzt 22 Millionen Einheiten ausgegangen war - mehr als doppelt so viel. Noch ist allerdings auch von der neuen Schätzung nicht einmal die Hälfte der Stückzahlen überhaupt erreicht. Allein im vierten Quartal soll sich die Zahl der verkauften Ultrabooks noch verdoppeln, was wohl vor allem auf das Weihnachtsgeschäft und den bevorstehenden Launch von Windows 8 zurückzuführen wäre.

Für 2013 geht IHS iSuppli im Rahmen seiner angepassten Prognose von 44 Millionen verkauften Ultrabooks aus - zuvor waren es 61 Millionen. Dies entspricht allerdings immer noch einer Steigerung der Verkaufszahlen um über 300 Prozent. Bis 2016 wird eine weitere Zunahme auf rund 95 Millionen Geräte erwartet.

Um das Wachstum überhaupt zu gewährleisten, müssen die Preise sinken, so die Marktforscher. Für 2013 erwartet man deshalb, dass die Hersteller ihre Geräte zu Preisen ab 600 bis 700 verkaufen, statt wie bisher meist für rund 1000 Dollar. Trotz der niedrigeren Preise müssen die Ultrabooks dabei unter anderem mit Touchscreens daherkommen, um die Verwendung mit Windows 8 attraktiv zu machen.

Insgesamt würden es die Geräte aber schwer haben, weil die Kunden teilweise günstigere und kleinere mobile Geräte wie Smartphones und Tablets à la iPhone 5 und iPad beziehungsweise Kindle Fire und Microsoft Surface bevorzugen, so iSuppli-Analyst Craig Stice.
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