Kartendienste: Nokia gelingt großer Deal mit Oracle
Der finnische Handy-Hersteller Nokia kommt mit seinem Kartendienst hinsichtlich dessen kommerzieller Verwertung ein gutes Stück voran: Zukünftig wird der Hersteller von Business-Anwendungen Oracle diesen in seine Applikationen integrieren.
Dadurch wird Nokia die Nutzerbasis für seinen Service enorm erweitern können. Außerdem verschafft sich das Unternehmen so einen soliden Standpunkt im Enterprise-Markt. Der Kooperationsvertrag zwischen den beiden Unternehmen soll heute auf der OracleWorld-Konferenz in San Francisco offiziell vorgestellt werden.
Durch die Integration der Kartendienste in die Oracle-Softwareprodukte soll es Unternehmen beispielsweise leichter fallen, ihre darauf aufsetzenden Anwendungen mit Geodaten zu verknüpfen. Im Ergebnis dürften standortbezogene Dienstleistungen für Kunden oder das Management von Filialen und Logistik schneller einsatzbereit gemacht werden können.
Nokia war im Jahr 2007 mit der Übernahme des Navigationssystem-Anbieters Navteq in den Bereich eingestiegen. 8,1 Milliarden Dollar ließ man sich den Zukauf damals kosten. Das Unternehmen integrierte die Dienste anschließend in seine Mobilgeräte, um so zusätzliche Kaufanreize zu schaffen.
Die Nutzung ist für die Besitzer von Nokia-Handys kostenlos. Aber nur um als Marketing-Instrument eingesetzt zu werden, ist ein solcher Dienst auf Dauer zu teuer. Durch die Zusammenarbeit mit Oracle und seiner großen, stabilen Nutzerbasis soll es nun gelingen, auch größere Einnahmen über dieses Angebot zu generieren.
Dies war auch eines der erklärten Ziele Stephen Elops, als dieser im vergangenen Jahr die Führung des Konzerns übernahm. Denn angesichts fallender Marktanteile und anhaltenden Problemen, auf dem Smartphone-Markt an alte Erfolge anzuschließen, benötigt das Unternehmen dringend zusätzliche Einnahmen. Aktuell sind die Umsätze der Konzernsparte allerdings noch zu gering, um die Rolle spielen zu können, die Elop vom Kartengeschäft sehen will.
Durch die Integration der Kartendienste in die Oracle-Softwareprodukte soll es Unternehmen beispielsweise leichter fallen, ihre darauf aufsetzenden Anwendungen mit Geodaten zu verknüpfen. Im Ergebnis dürften standortbezogene Dienstleistungen für Kunden oder das Management von Filialen und Logistik schneller einsatzbereit gemacht werden können.
Nokia war im Jahr 2007 mit der Übernahme des Navigationssystem-Anbieters Navteq in den Bereich eingestiegen. 8,1 Milliarden Dollar ließ man sich den Zukauf damals kosten. Das Unternehmen integrierte die Dienste anschließend in seine Mobilgeräte, um so zusätzliche Kaufanreize zu schaffen.
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Christian Kahle
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