Indonesien blockt zum Ramadan 1 Mio. Pornoseiten
Anlässlich des heute beginnenden islamischen Fastenmonats Ramadan hat die Regierung Indonesiens eine große Zahl von Webseiten unzugänglich gemacht, die pornographische Inhalte enthielten. Offiziellen Angaben zufolge soll es sich um insgesamt rund eine Million Seiten handeln.
Angesichts der hohen Zahl dürfte man hierbei aber wohl kaum einzelne Angebote, sondern jeweils deren summierte Unterseiten gemeint haben, um eine möglichst imposante Menge zu erreichen. Indonesiens Telekommunikationsminister Tifatul Sembiring kündigte allerdings bereits an, weitere entsprechende Inhalte bekämpfen zu wollen.
"Wir werden während des Ramadan noch mehr pornographische Seiten blockieren", sagte er laut einem Bericht der 'Times of India'. Dass die Aktion gerade zum Fastenmonat hin durchgeführt wurde, heiße aber nicht, dass solche Webseiten den Rest des Jahres über geduldet würden. Man sei darauf eingestellt, dass die Angebote später wieder auftauchen werden und will dann an einer erneuten Abschaltung oder Sperrung arbeiten.
"Online-Pornographie ist eine ganze Industrie und die Anbieter versuchen immer wieder einen Weg zu finden, der Erkennung zu entgehen", so Sembiring. Insgesamt wird die Zahl der pornographischen Webseiten im Internet von seinem Ministerium auf rund 2 Milliarden geschätzt. Angesichts dessen ist wohl die Sperrung selbst von einer Million Seiten eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
Indonesien ist das Land mit der weltweit größten Zahl an Muslimen. Entsprechend stark sind hier die Versuche, unpassende Inhalte im Internet zu zensieren. Im vergangenen Jahr bekam dies bereits der Smartphone-Hersteller Research in Motion zu spüren. Dieser musste wegen des massiven Drucks von der indonesischen Regierung ein Filtersystem in seine Blackberrys integrieren, mit denen der Zugang zu Pornographie über mobile Internet-Verbindungen erschwert werden sollte.
"Wir werden während des Ramadan noch mehr pornographische Seiten blockieren", sagte er laut einem Bericht der 'Times of India'. Dass die Aktion gerade zum Fastenmonat hin durchgeführt wurde, heiße aber nicht, dass solche Webseiten den Rest des Jahres über geduldet würden. Man sei darauf eingestellt, dass die Angebote später wieder auftauchen werden und will dann an einer erneuten Abschaltung oder Sperrung arbeiten.
"Online-Pornographie ist eine ganze Industrie und die Anbieter versuchen immer wieder einen Weg zu finden, der Erkennung zu entgehen", so Sembiring. Insgesamt wird die Zahl der pornographischen Webseiten im Internet von seinem Ministerium auf rund 2 Milliarden geschätzt. Angesichts dessen ist wohl die Sperrung selbst von einer Million Seiten eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
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Christian Kahle
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