Erhebliche Zweifel an angeblichem Android-Botnetz
Diese Woche sorgte der Bericht eines Antispam-Spezialisten von Microsoft für einiges an Aufregung: Terry Zink will Hinweise auf ein Android-Botnetz gefunden haben, was Google nun aber entschieden bestreitet. Auch Zink ruderte inzwischen zurück.
Wie das US-Technik-Blog 'The Verge' berichtet, hat Google dem Bericht bzw. der Einschätzung von Terry Zink, Programm-Manager für Antispam-Maßnahmen im ForeFront-Security-Team von Microsoft, widersprochen: Die eigenen Analysen der Sachlage hätten das Suchmaschinenunternehmen in einer andere Richtung geführt, so Google.
"Die Beweislage stützt die Android-Botnetz-Behauptung nicht", schreibt Google. "Unsere Untersuchung weist darauf hin, dass Spammer infizierte Rechner und gefälschte mobile Signaturen verwenden, um Anti-Spam-Mechanismen der E-Mail-Plattform, die sie verwenden, zu umgehen."
Auch Zink, der die Botnetz-Behauptung am Mittwoch in seinem Blog aufgestellt hat, ist sich seiner Sache inzwischen nicht mehr ganz so sicher: In einem zweiten 'Blog-Eintrag' schreibt der Sicherheitsexperte, dass tatsächlich keine echten Beweise für die Existenz eines derartigen Botnetzes existierten.
Zink gibt zu, dass die Hinweise darauf auch irreführend sein könnten: Die Message-ID im Header einer jeweiligen Nachricht lasse sich fälschen, ebenso der Hinweis "Sent from Yahoo! Mail on Android" am Ende der Spam-Mail. Der Microsoft-Mann räumt ein, dass er diese Möglichkeit von Anfang an in Betracht gezogen habe, sich aber entscheiden habe, dass ein Android-Botnetz mehr Sinn ergeben habe.
Auch andere Sicherheitsexperten, darunter von Sophos, sagten, dass die derzeitige Faktenlage kein endgültiges Urteil zulasse. Gegenüber 'The Register' sagte Sophos-Experte Chet Wisniewski, dass es lediglich "kleine Beweise-Teile gibt, aber keinen endgültigen ('Smoking Gun')." Auch Yahoo hat inzwischen angekündigt, die Sache näher untersuchen zu wollen.
"Die Beweislage stützt die Android-Botnetz-Behauptung nicht", schreibt Google. "Unsere Untersuchung weist darauf hin, dass Spammer infizierte Rechner und gefälschte mobile Signaturen verwenden, um Anti-Spam-Mechanismen der E-Mail-Plattform, die sie verwenden, zu umgehen."
Auch Zink, der die Botnetz-Behauptung am Mittwoch in seinem Blog aufgestellt hat, ist sich seiner Sache inzwischen nicht mehr ganz so sicher: In einem zweiten 'Blog-Eintrag' schreibt der Sicherheitsexperte, dass tatsächlich keine echten Beweise für die Existenz eines derartigen Botnetzes existierten.
Zink gibt zu, dass die Hinweise darauf auch irreführend sein könnten: Die Message-ID im Header einer jeweiligen Nachricht lasse sich fälschen, ebenso der Hinweis "Sent from Yahoo! Mail on Android" am Ende der Spam-Mail. Der Microsoft-Mann räumt ein, dass er diese Möglichkeit von Anfang an in Betracht gezogen habe, sich aber entscheiden habe, dass ein Android-Botnetz mehr Sinn ergeben habe.
Auch andere Sicherheitsexperten, darunter von Sophos, sagten, dass die derzeitige Faktenlage kein endgültiges Urteil zulasse. Gegenüber 'The Register' sagte Sophos-Experte Chet Wisniewski, dass es lediglich "kleine Beweise-Teile gibt, aber keinen endgültigen ('Smoking Gun')." Auch Yahoo hat inzwischen angekündigt, die Sache näher untersuchen zu wollen.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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