M. Özil: Anzeige gegen rassistischen Twitter-User
Die Familie des Fußball-Nationalspielers Mesut Özil geht gegen einen bisher nicht identifizierten Twitter-Nutzer vor, der über einen Fake-Account rassistische Hetze verbreitete. Dieser geriet nach dem Europameisterschafts-Spiel gegen Dänemark am Sonntag in die Aufmerksamkeit.
Der fragliche Account "@PiratenOnline" sollte offenbar den Eindruck erwecken, er sei ein offizieller Kanal der Piratenpartei. Er war bereits einige Zeit aktiv, bisher aber nicht besonders aufgefallen. Am Sonntag zeigte sich allerdings, dass der Account von einem Rassisten betrieben wird.
Dieser ist in seinem Denken noch immer tief in der antiquierten Blut-und-Boden-Haltung gefangen. "Özil ist garantiert kein Deutscher! Ein Stück Papier ändert nicht die Abstammung", lautete beispielsweise ein Tweet. Weiterhin wurde die Forderung verbreitet, dass in der Nationalmannschaft nur noch Spieler eingesetzt werden sollen, die einen deutsch klingenden Namen haben. Den Siegtreffer von Lars Bender wurde mit den Worten "Das erste Tor von einem echten Deutschen" kommentiert.
Wie das Boulevard-Blatt 'Bild' berichtete, ergriff der Vater des in Gelsenkirchen geborenen Özil die Initiative und schaltete einen Anwalt ein. Dieser erstattete inzwischen Anzeige. Wie Mustafa Özil ausführte, habe man erst überlegt, ob man juristisch gegen den unbekannten Nutzer vorgehen solle. Um ein Zeichen zu setzen, entschied man sich schließlich dafür.
Auf Twitter reagierten zahlreiche Nutzer sofort auf den Fake-Account. Einige bekannte Vertreter der Piratenpartei riefen dazu auf, das Konto möglichst umfangreich bei Twitter zu melden. Dem kamen in kurzer Zeit sehr viele User nach, so dass binnen weniger Stunden eine Sperrung des Accounts erfolgte. Julia Schramm vom Bundesvorstand der Partei erklärte, dass solch eine "rassistische Kackscheiße" nicht mit dem Programm der Partei vereinbar sei. Sie kündigte an, sich selbst direkt an Twitter wenden zu wollen. Aktuell ist der Account wieder aktiv und der dahinter stehende Nutzer verteidigt seine Aussagen.
Dieser ist in seinem Denken noch immer tief in der antiquierten Blut-und-Boden-Haltung gefangen. "Özil ist garantiert kein Deutscher! Ein Stück Papier ändert nicht die Abstammung", lautete beispielsweise ein Tweet. Weiterhin wurde die Forderung verbreitet, dass in der Nationalmannschaft nur noch Spieler eingesetzt werden sollen, die einen deutsch klingenden Namen haben. Den Siegtreffer von Lars Bender wurde mit den Worten "Das erste Tor von einem echten Deutschen" kommentiert.
Wie das Boulevard-Blatt 'Bild' berichtete, ergriff der Vater des in Gelsenkirchen geborenen Özil die Initiative und schaltete einen Anwalt ein. Dieser erstattete inzwischen Anzeige. Wie Mustafa Özil ausführte, habe man erst überlegt, ob man juristisch gegen den unbekannten Nutzer vorgehen solle. Um ein Zeichen zu setzen, entschied man sich schließlich dafür.
Auf Twitter reagierten zahlreiche Nutzer sofort auf den Fake-Account. Einige bekannte Vertreter der Piratenpartei riefen dazu auf, das Konto möglichst umfangreich bei Twitter zu melden. Dem kamen in kurzer Zeit sehr viele User nach, so dass binnen weniger Stunden eine Sperrung des Accounts erfolgte. Julia Schramm vom Bundesvorstand der Partei erklärte, dass solch eine "rassistische Kackscheiße" nicht mit dem Programm der Partei vereinbar sei. Sie kündigte an, sich selbst direkt an Twitter wenden zu wollen. Aktuell ist der Account wieder aktiv und der dahinter stehende Nutzer verteidigt seine Aussagen.
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