Vista: Microsoft warnt vor Gefahren durch Malware

Microsoft rät den verbleibenden Nutzern seines alten Betriebssystems Windows Vista dringend zu einem Upgrade auf das Service Pack 2 oder gar Windows 7, denn nach dem Auslaufen des Support-Lebenszyklus' steigt die Zahl der Angriffe auf Vista mit Service Pack 1. Laut den Daten aus dem jüngsten Sicherheitsbericht von Microsoft war in der zweiten Jahreshälfte 2011 bei Windows Vista mit Service Pack 1 die Wahrscheinlichkeit einer Malware-Infektion 17 Prozent höher als bei Windows XP SP3. Dies widerspricht dem üblichen Trend, sind neue Windows-Versionen doch meist sicherer als ihre Vorgänger und werden deshalb weniger häufig zum Opfer von Malware-Attacken.

Tim Rains, Director der Trustworthy Computing Group bei Microsoft, führt die gestiegene Zahl der erfolgreichen Attacken auf Windows Vista SP1 darauf zurück, dass keine Sicherheitsupdates mehr für das alte Betriebssystem angeboten werden. Vista SP1 erhalte nicht mehr automatisch neue Updates, weshalb auch Lücken offen bleiben, die nachweislich von Internetkriminellen ausgenutzt werden.

Zwar wird Windows Vista mit Service Pack 2 noch bis Mitte April 2017 mit Sicherheitsupdates versorgt, doch ist der Anteil der Vista-Nutzer mit SP1 noch recht hoch. Immerhin konnte die Infektionsrate durch ein im letzten Jahr veröffentlichtes Update zur Abschaltung der AutoRun-Funktion deutlich gesenkt werden. Anders als bei Windows XP nahm die Infektionsrate bei Vista aber insgesamt nach einem kurzfristigen Abfall nach dem Update wieder zu.
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