Apple kauft mit weitem Abstand die meisten Chips
Der US-Computerkonzern Apple wird auch in diesem Jahr wieder der größte Kunde der Halbleiter-Industrie sein - mit weitem Abstand vor dem am nächsten kommenden Großabnehmer, bei dem es sich um den südkoreanischen Konkurrenten Samsung handelt.
Noch vor fünf Jahren war Apple zwar in der Spitzengruppe der Chip-Abnehmer dabei, allerdings kauften Unternehmen wie Samsung, Hewlett Packard und Dell weitaus mehr bei den Halbleiter-Produzenten ein. Das änderte sich jedoch mit dem Siegeszug des iPhones rasant. 2010 setzte sich Apple knapp an die Spitze und seitdem wird der Abstand zu den übrigen Großeinkäufern immer weiter.
Während Apple im Jahr 2009 noch Chips im Wert von 9 Milliarden Dollar aufkaufte, um sie in seinen Produkten zu verbauen, werden es in diesem Jahr voraussichtlich 27 Milliarden Dollar sein. Im kommenden Jahr wird das Handelsvolumen dann wohl auf 29 Milliarden Dollar steigen, so die Prognose des Marktforschungsunternehmens iSuppli.
Samsung gab im Jahr 2009 rund 10 Milliarden Dollar für den Einkauf von Halbleiter-Produkten aus. Inzwischen ist das Volumen auf 18 Milliarden Dollar gestiegen, womit der Konzern nun der zweitgrößte Abnehmer für die Chipindustrie ist.
Apple und Samsung sind in diesem Bereich zusammen inzwischen zur dominierenden Macht aufgestiegen. Von ihrem Verhalten hängt es letztlich ab, welche Konditionen alle anderen Chip-Einkäufer - auch jene, die nicht selbst zur IT-Branche gehören - auf dem Weltmarkt vorfinden, erklärten die Marktforscher. Entsprechend genau werden die beiden Konzerne inzwischen auch beobachtet.
Insbesondere der Markt für Flash-Speicher wird von Apple dominiert. In iPhones, iPads und inzwischen auch Notebooks verbaut das Unternehmen solche Mengen, dass teilweise die gesamten Fertigungskapazitäten größerer Hersteller aufgekauft werden. Samsung hat hier den Vorteil, dass man selbst solche Speicherchips herstellt, während andere Geräte-Produzenten sich zu entsprechend hohen Preisen um die Reste balgen müssen.
Während Apple im Jahr 2009 noch Chips im Wert von 9 Milliarden Dollar aufkaufte, um sie in seinen Produkten zu verbauen, werden es in diesem Jahr voraussichtlich 27 Milliarden Dollar sein. Im kommenden Jahr wird das Handelsvolumen dann wohl auf 29 Milliarden Dollar steigen, so die Prognose des Marktforschungsunternehmens iSuppli.
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Christian Kahle
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