Foxconn baut neue Produktionsanlage nur für Apple

Der chinesische Auftragshersteller Foxconn hat die Errichtung einer neuen größeren Fertigungsanlage angekündigt, die helfen soll, die wachsende Nachfrage nach Apple-Produkten zu befriedigen. Das berichtete die Zeitung 'China Daily' unter Berufung auf lokale Behördenvertreter aus der Provinz Jiangsu.
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N­icola­s Bou­llosa­
Dort soll die neue Produktionsanlage entstehen. Foxconn investiert den Angaben zufolge rund 210 Millionen Dollar in das Projekt. Auf 40.000 Quadratmetern sollen hier später 35.800 Beschäftigte nicht näher benannte Produkte für den US-Computerkonzern herstellen. Die in dem neuen Werk produzierten Geräte sollen Apple einen Jahresumsatz zwischen 949 Millionen und 1,1 Milliarden Dollar einbringen.

Foxconn ist der größte Hersteller von Apple-Produkten. Der Auftragshersteller fertigt aber auch Geräte für viele andere IT-Unternehmen. So stammen beispielsweise auch die Spielekonsole Xbox 360 von Microsoft und Amazons E-Book-Reader Kindle aus den Fertigungslinien des Unternehmens. Insgesamt beschäftigt der Konzern in China über eine Million Menschen. Allein in Shenzhen, das inoffiziell bereits den Namen "Foxconn City" trägt, sind es etwa 230.000.

Der Auftragshersteller geriet in der Vergangenheit mehrfach wegen der bei ihm herrschenden Arbeitsbedingungen in die Kritik - auch wenn diese sich nicht besonders von den üblichen Verhältnissen in China unterscheiden. Im Zuge dessen geriet gerade Apple in die Schusslinie, weil der Computer-Konzern branchenweit die höchsten Gewinne aus seinen Produkten zieht, während die Arbeiter bei Foxconn nach westlichen Maßstäben sehr schlecht bezahlt werden.

Apple reagierte auf den öffentlichen Druck mit Untersuchungen und der Festsetzung von höheren Standards für die Foxconn-Beschäftigten, die Macs, iPhones und iPads herstellen. Der Auftragshersteller seinerseits kündigte an, zahlreiche Arbeiter, die mit einfachsten Routine-Aufgaben beschäftigt sind, zukünftig verstärkt durch Roboter zu ersetzen.
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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