WP7-'Challenge': Microsoft als schlechter Verlierer

Mit der "Windows Phone Challenge"-Kampagne will Microsoft die Überlegenheit des eigenen mobilen Betriebssystems beweisen und fordert Besitzer von Android- oder iOS-Smartphones heraus, zu versuchen, ein Windows Phone in Sachen Geschwindigkeit zu schlagen. Das gelang nun einem Galaxy-Nexus-Besitzer, Microsoft-Mitarbeiter wollten ihm den Sieg aber nicht gönnen.
Google, Nexus, Google Nexus
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Bei der auch als "Smoked by Windows Phone" bezeichneten Aktion sollen Nicht-Windows-Phone-Nutzer ein WP7-Gerät herausfordern: Wem es gelingt, schneller eine bestimmte App zu starten oder eine spezielle Information zu bekommen, dem verspricht Microsoft einen Preis in Höhe von 100 Dollar, während "Verlierer" ihr aktuelles Handy gegen ein Windows Phone tauschen können.

Bisher konnten Windows Phones aus allen Duellen als Sieger hervorgehen, was allerdings auch daran liegt, dass die Auswahl der Test-Kategorien als sehr Microsoft-freundlich gilt. Zuletzt erhöhte Microsoft die Siegprämie und schrieb als Gewinn einen 1000-Dollar-Laptop aus.

Das war auch der Anlass für den Blogger Sahas Katta, sich mit seinem Android-4.0-Galaxy-Nexus in den Microsoft Store in Santa Monica zu gehen und sein Glück zu versuchen. Die Aufgabe, die Katta gestellt wurde: Er sollte so schnell wie möglich das Wetter in zwei unterschiedlichen Städten herausfinden.

Der Mitarbeiter des Microsoft Stores hatte sich hierfür vorbereitet, wie Katta auf seinem Blog 'Scattertech' berichtet, und auf die Startseite seines Windows Phone zwei Wetter-Live-Tiles gepinnt. Doch auch Katta hatte auf seinem Galaxy Nexus (zufällig) zwei unterschiedliche Wetter-Widgets auf seinem Startschirm.

Der entscheidende Unterschied war allerdings, dass Katta seine Bildschirmsperre zuvor deaktiviert hat, sodass er dem Microsoft-Mitarbeiter praktisch sofort nach Betätigen des Power-Knopfes die geforderten Wetterwerte zeigen konnte und so das Windows Phone schlug.

Darauf waren die Mitarbeiter im Microsoft Store aber nicht vorbereitet und wollten Sahas Kattas Sieg nicht anerkennen. Als Grund (oder besser gesagt lahme Ausrede) wurde genannt, dass er nicht nur die Wetterwerte zweier verschiedener Städte anzeigen müsse, sondern diese Städte auch in zwei verschiedenen Bundesstaaten liegen müssten.

Microsoft-Manager Ben Rudolph, einer der maßgeblichen Köpfe hinter der Microsoft-Kampagne, hat sich mittlerweile per Twitter entschuldigt und Sahas Kattas ein Rematch angeboten. Dies hatte der Galaxy-Nexus-(Nicht-)Sieger zuvor selbst gefordert.
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