Klimaerwärmung: Internet erhält Nord-Passagen
Im Zuge der Klimaerwärmung geht die Ausbreitung des Eises der Arktis seit Jahren immer weiter zurück und gibt im Sommer inzwischen sogar die See-Passagen nördlich von Amerika und Eurasien weitgehend frei. Das soll nun genutzt werden, um den Internet-Backbone um alternative Routen zu erweitern.
In diesem Sommer wird mit der Verlegung von gleich drei neuen Glasfaser-Strecken durch die arktische See begonnen. Eisbrecher, die mit der Technologie zum Ausbringen von Unterseekabeln ausgestattet sind, sollen die beiden Trassen "Artic Fibre" und "Arctic Link" nördlich von Kanada errichten.
Die Planungen für Arctic Fibre begannen bereits 2009. Im Rahmen dieses Projektes soll ein Netzwerk mit einer Gesamtkabellänge von 15.600 Kilometern von Tokio bis London errichtet werden. Die Bandbreite wird anfangs bei 40 Gigabit pro Sekunde liegen und ab 2014 auf 100 Gigabit pro Sekunde erweitert.
Der 15.840 Kilometer lange Arctic Link wird mit einer vierfachen 40-Gigabit-Leistung, die später auf bis zu 6,4 Terabit pro Sekunde erweiterbar ist, gebaut und deckt die gleiche Strecke ab. Beide Systeme werden unterwegs auch mit mehreren Anschlussknoten ans nordamerikanische Netz angekoppelt werden.
Neben der zusätzlichen Bandbreite im Backbone sollen sie außerdem die Latenz bei der Übertragung von Datenpaketen zwischen London und Tokio um bis zu 50 Prozent reduzieren, was für Anwendungen wie den automatisierten Börsenhandel, Telemedizin oder verschiedene Kommunikationsdienste entscheidend ist.
Zusätzlich wird von russischer Seite aus mit dem "Polarnet Project" begonnen. Im Rahmen dessen wird das Russian Optical Trans Arctic Submarine Cable System (ROTACS) entstehen, das sich über die eurasische Nordpassage auf 14.700 Kilometern von Großbritannien nach Japan und China erstreckt. Dieses wird Nordskandinavien und verschiedene Regionen im nördlichen Russland mit schnellen Netzanbindungen versorgen.
Die neuen Backbone-Strecken sollen neben zusätzlichen Bandbreiten und geringeren Latenzen vor allem auch für eine stärkere Redundanz im gesamten Internet sorgen. Aktuell laufen beispielsweise die wichtigen Verbindungen zwischen Europa und Ostasien sämtlichst durch relativ enge Flaschenhälse im Mittleren Osten und der Meerenge zwischen den Philippinen und Süd-China. In der Vergangenheit kam es hier immer wieder dazu, dass Schiffsanker oder Erdbeben Unterseekabel beschädigten, woraufhin die interkontinentale Datenübertragung sehr stark ausgebremst wurde.
Die Planungen für Arctic Fibre begannen bereits 2009. Im Rahmen dieses Projektes soll ein Netzwerk mit einer Gesamtkabellänge von 15.600 Kilometern von Tokio bis London errichtet werden. Die Bandbreite wird anfangs bei 40 Gigabit pro Sekunde liegen und ab 2014 auf 100 Gigabit pro Sekunde erweitert.
Der 15.840 Kilometer lange Arctic Link wird mit einer vierfachen 40-Gigabit-Leistung, die später auf bis zu 6,4 Terabit pro Sekunde erweiterbar ist, gebaut und deckt die gleiche Strecke ab. Beide Systeme werden unterwegs auch mit mehreren Anschlussknoten ans nordamerikanische Netz angekoppelt werden.
Neben der zusätzlichen Bandbreite im Backbone sollen sie außerdem die Latenz bei der Übertragung von Datenpaketen zwischen London und Tokio um bis zu 50 Prozent reduzieren, was für Anwendungen wie den automatisierten Börsenhandel, Telemedizin oder verschiedene Kommunikationsdienste entscheidend ist.
Zusätzlich wird von russischer Seite aus mit dem "Polarnet Project" begonnen. Im Rahmen dessen wird das Russian Optical Trans Arctic Submarine Cable System (ROTACS) entstehen, das sich über die eurasische Nordpassage auf 14.700 Kilometern von Großbritannien nach Japan und China erstreckt. Dieses wird Nordskandinavien und verschiedene Regionen im nördlichen Russland mit schnellen Netzanbindungen versorgen.
Die neuen Backbone-Strecken sollen neben zusätzlichen Bandbreiten und geringeren Latenzen vor allem auch für eine stärkere Redundanz im gesamten Internet sorgen. Aktuell laufen beispielsweise die wichtigen Verbindungen zwischen Europa und Ostasien sämtlichst durch relativ enge Flaschenhälse im Mittleren Osten und der Meerenge zwischen den Philippinen und Süd-China. In der Vergangenheit kam es hier immer wieder dazu, dass Schiffsanker oder Erdbeben Unterseekabel beschädigten, woraufhin die interkontinentale Datenübertragung sehr stark ausgebremst wurde.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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