Spotify: Legales gratis Musik-Streaming ab morgen

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify startet am morgigen Dienstag auch auf dem deutschen Markt. Bisher konnten deutsche Nutzer das Angebot nur über VPNs nutzen, doch ab Morgen kann man den Service auch hierzulande vollkommen legal verwenden. Spotify ist in Skandinavien und einigen anderen Regionen der Welt extrem populär, weil es neben zwei kostenpflichtigen Abonnement-Modellen auch eine Gratis-Variante gibt, die einen kostenlosen Zugriff auf die mehr als 16 Millionen Songs umfassende Musik-Bibliothek ermöglicht.

Spotify Free wird durch Werbung finanziert und bietet nach Anmeldung mit einem Facebook-Nutzerkonto die Möglichkeit, für maximal zehn Stunden pro Monat beliebige Musikstücke aus dem Sortiment zu hören. Dabei gibt es eine Begrenzung, die dafür sorgt, dass das gleiche Lied höchstens fünf Mal pro Monat gehört werden kann.

Für 4,99 Euro im Monat erhalten die Nutzer von Spotify Unlimited unbegrenzten Zugriff auf den Musikkatalog, der zudem ohne Werbung gestreamt werden kann. Hinzu kommt Spotify Premium, bei dem zusätzlich die Nutzung auf Smartphones und im Offline-Modus möglich ist.

Spotify ist bereits seit dem Sommer 2011 in den USA verfügbar, hierzulande dauerte es jedoch nach dem Start im Heimat-Markt Schweden im Jahr 2008 noch länger, bis das Streaming-Angebot des Unternehmens ab Morgen auch hierzulande verfügbar sein wird. Zu den Gründen dafür will sich Spotify selbst nicht äußern, es gibt jedoch schon seit langem Gerüchte, dass die Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft GEMA den Deutschland-Start hinausgezögert haben.

Weltweit hat Spotify bereits mehr als 10 Millionen aktive Nutzer. Gut drei Millionen von ihnen nutzen die kostenpflichtigen Angebote. Laut Deutschland-Chef Axel Bringéus wäre es ohne das kostenlose Modell Spotify Free nicht möglich gewesen, so viele zahlende Nutzer zu gewinnen. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Focus' erklärte er, dass Spotify auch in Deutschland auf Partnerschaften mit den vier großen Plattenkonzernen Universal, Sony, Warner und EMI setzt. Hinzu kommen die Musikkataloge einiger deutscher Plattenfirmen.
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