Apple 'bestraft' New York Times für kritische Story
Nachdem die renommierte Tageszeitung New York Times vor ein paar Wochen einen sehr kritischen Bericht über die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern veröffentlicht hat, revanchiert sich der Hersteller nun mit "Liebesentzug".
Die New York Times (NYT), für die die Berichterstattung über Apple zu einem ganz besonders wichtigen Standbein zählt, hat es sich offenbar mit Cupertino verscherzt: Wie die 'Washington Post' berichtet, hat nun nicht etwa die NYT ein Exklusiv-Interview mit Apple-CEO Tim Cook bekommen, sondern das Konkurrenzblatt Wall Street Journal (WSJ).
Die Washington Post schreibt außerdem, dass die NYT es nicht einmal geschafft hat, vorab eigene Informationen zu OS X Mountain Lion zu bekommen und auch keinen Gesprächspartner von Apple erreichen konnte. Stattdessen musste sich das für seine Exklusiv-Meldungen und -Informationen bekannte Blatt mit Zitaten und Hintergründen aus der Pressemitteilung begnügen bzw. aushelfen und war noch dazu recht spät mit seiner Berichterstattung dran.
Die Post zitiert einen anonyme Quelle bei der New York Times: "Sie (Anm.: Apple) spielen jetzt Zugangs-Journalismus… Ich habe es von Apple-Leuten gehört, die sagten: Schaut, aufgrund der iEconomy-Serie bekommt ihr jetzt weniger Zugang". Nicht viel anders liest sich allerdings die offizielle Stellungnahme des Technik-Chefs der NYT: "Wir waren noch nie glücklich mit unserem Zugang zu Apple. Es ist eine schwierige Firma für Berichterstattung", sagte Damon Darlin.
Auf die Frage, ob es ihn schmerze, das nicht die NYT, sondern das WSJ das Cook-Interview bekommen hat, sagte Darlin: "Ein Gespräch mit dem CEO einer der wichtigsten und wertvollsten Firmen der Welt? Natürlich würden wir das gerne machen. Und das wissen die auch."
Die Washington Post zieht allerdings als Fazit, dass das unter normalen Umständen eine "Peinlichkeit" für das New Yorker Blatt wäre. Wenn der Zugangs-Entzug aber nur ansatzweise mit dem kritischen Bericht über Apple zu tun hat und eine Form der Rache ist, dann könne die NYT stolz darauf sein, die Jagd nach Mountain Lion verloren zu haben, so die Washington Post.
Siehe auch: FLA: Ersteindruck über Arbeitssituation bei Foxconn
Die Washington Post schreibt außerdem, dass die NYT es nicht einmal geschafft hat, vorab eigene Informationen zu OS X Mountain Lion zu bekommen und auch keinen Gesprächspartner von Apple erreichen konnte. Stattdessen musste sich das für seine Exklusiv-Meldungen und -Informationen bekannte Blatt mit Zitaten und Hintergründen aus der Pressemitteilung begnügen bzw. aushelfen und war noch dazu recht spät mit seiner Berichterstattung dran.
Die Post zitiert einen anonyme Quelle bei der New York Times: "Sie (Anm.: Apple) spielen jetzt Zugangs-Journalismus… Ich habe es von Apple-Leuten gehört, die sagten: Schaut, aufgrund der iEconomy-Serie bekommt ihr jetzt weniger Zugang". Nicht viel anders liest sich allerdings die offizielle Stellungnahme des Technik-Chefs der NYT: "Wir waren noch nie glücklich mit unserem Zugang zu Apple. Es ist eine schwierige Firma für Berichterstattung", sagte Damon Darlin.
Auf die Frage, ob es ihn schmerze, das nicht die NYT, sondern das WSJ das Cook-Interview bekommen hat, sagte Darlin: "Ein Gespräch mit dem CEO einer der wichtigsten und wertvollsten Firmen der Welt? Natürlich würden wir das gerne machen. Und das wissen die auch."
Die Washington Post zieht allerdings als Fazit, dass das unter normalen Umständen eine "Peinlichkeit" für das New Yorker Blatt wäre. Wenn der Zugangs-Entzug aber nur ansatzweise mit dem kritischen Bericht über Apple zu tun hat und eine Form der Rache ist, dann könne die NYT stolz darauf sein, die Jagd nach Mountain Lion verloren zu haben, so die Washington Post.
Siehe auch: FLA: Ersteindruck über Arbeitssituation bei Foxconn
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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