AnonAustria: Polizei stürmt Wohnung in Österreich

Die österreichische Polizei befindet sich aktuell unter anderem auf der Suche nach dem AnonAustria-Mitglied, welches im Internet auf den Nicknamen "The_Dude" setzt. Diesbezüglich kam es kürzlich zu einer Hausdurchsuchung bei einem Unbeteiligten.
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Das Online-Portal 'Futurezone' hat sich mit dem Betroffenen über diesen Vorfall unterhalten und den Ablauf in einem Artikel zusammengefasst. Den getroffenen Schilderungen zufolge klingelte es um 6:45 Uhr am 26. Januar an der Türe von Michael R. Durch den Spion an der Türe sah das vermeintliche AnonAustria-Mitglied einen Mann in Installateurs-Montur.

Der angebliche Handwerker gab vor, dass er von einem Notfalldienst sei und einen Wasserschaden beheben will. Als Michael R. seine Wohnung verlassen hatte, fand er sich kurze Zeit später fixiert von zwei Beamten am Treppengeländer wieder.

Daraufhin gaben sich die Beamten, die für das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung tätig sind und bewaffnet waren, auch vollständig zu erkennen. Den Schilderungen des vermeintlichen Anonymous-Anhängers kam es zu einer Wohnungsdurchsuchung. Die Beamten gingen davon aus, dass es sich bei dem in Wien ansässigen Informatiker um ein Mitglied der Aktivistenbewegung handelt. Wie die Beamten auf ihn gekommen sind, ist gegenwärtig noch unklar.

Der Wiener selbst sagte, dass er mit Anonymous nicht in Verbindung stehe, abgesehen von der Tatsache, dass er AnonAustria per Twitter folgt und einmal den zugehörigen IRC-Channel besucht hat. Letztlich konnte er mit den Anschuldigungen nichts anfangen und den Grund für die Durchsuchung nicht nachvollziehen.

Abgesehen von seiner Mitgliedschaft bei Anonymous stehe Michael R. im Verdacht, sich im nationalsozialistischen Sinn betätigt zu haben. Gemeint sind damit entsprechende Äußerungen in Chatrooms, in denen sich "The_Dude" unter anderem als "Reichsfuehrer_Dude" zu erkennen gab. Neben Computern, Mobiltelefonen und Kameras sollte daher im Zuge der Hausdurchsuchung auch NS-Propagandamaterial sichergestellt werden. Dieses wurde von den Beamten jedoch nicht gefunden.

In der kommenden Woche soll der Informatiker Akteneinsicht zum Ermittlungsverlauf erhalten und dürfte dann Rückschlüsse auf die Gründe für die Hausdurchsuchung in Erfahrung bringen können.
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