Olympus: Köpfe rollen und Ex-Chef kommt aus Exil
Die Aufarbeitung der massiven Bilanzfälschungen beim japanischen Kamerahersteller Olympus kommt offenbar voran. Drei Manager, die in die Vorfälle verwickelt sind, reichten ihren Rücktritt ein. Und der im Oktober gefeuerte Konzernchef Michael C. Woodford kehrt womöglich zurück.
Dieser hat laut einem Bericht des 'Handelsblattes' bereits mit dem Olympus-Management gesprochen - und nannte dies im Ergebnis einen "konstruktiven und ehrlichen Austausch". Er wolle mithelfen zu verhindern, dass das Unternehmen vom Handel an der Börse ausgeschlossen wird, erklärte er.
Woodford war in seiner Rolle als Konzernchef auf die Ungereimtheiten in den Büchern des Unternehmens aufmerksam geworden. Als er begann, Nachforschungen anzustellen, enthob man ihn allerdings bereits nach kurzer Zeit seines Postens. Dies half allerdings nicht, die Vorgänge länger unter Verschluss zu halten, da sich nun auch die Anleger zu interessieren begannen und Druck aufbauten.
Nach seiner Entlassung Mitte Oktober kehrte Woodford erst einmal in seine Heimat Großbritannien zurück. Nun tauchte er wieder in Tokio auf. Da Woodford Vermutungen aufgestellt hatte, dass die organisierte Kriminalität in Form der Yakuza in die Vorgänge involviert sein könnte, steht er in Japan unter Polizeischutz. Auch wenn er inzwischen etwas zurückrudert: Es gebe dafür keine Beweise und es sei wahrscheinlicher, dass es sich einfach nur um Wirtschaftskriminalität handle.
Wohl auch um eine Konfrontation mit ihm zu vermeiden, reichten zeitgleich drei der Manager, die offenbar an den Bilanzmanipulationen beteiligt waren, ihren Rücktritt ein: Der Ex-President und jetzige Aufsichtsratschef Tsuyoshi Kikukawa, der ehemalige Vice President Hisashi Mori sowie der für die Buchprüfungen zuständige Hideo Yamada.
Fraglich ist derzeit, welche Rolle Woodford zukünftig bei Olympus spielen will. Er sei "nicht besessen" erneut Konzernchef zu werden, erklärte er. Allerdings deute wohl doch einiges darauf hin, dass seine Rückkehr nach Japan auch an den Wunsch gekoppelt ist, eine führende Rolle bei dem Unternehmen einzunehmen.
Woodford war in seiner Rolle als Konzernchef auf die Ungereimtheiten in den Büchern des Unternehmens aufmerksam geworden. Als er begann, Nachforschungen anzustellen, enthob man ihn allerdings bereits nach kurzer Zeit seines Postens. Dies half allerdings nicht, die Vorgänge länger unter Verschluss zu halten, da sich nun auch die Anleger zu interessieren begannen und Druck aufbauten.
Nach seiner Entlassung Mitte Oktober kehrte Woodford erst einmal in seine Heimat Großbritannien zurück. Nun tauchte er wieder in Tokio auf. Da Woodford Vermutungen aufgestellt hatte, dass die organisierte Kriminalität in Form der Yakuza in die Vorgänge involviert sein könnte, steht er in Japan unter Polizeischutz. Auch wenn er inzwischen etwas zurückrudert: Es gebe dafür keine Beweise und es sei wahrscheinlicher, dass es sich einfach nur um Wirtschaftskriminalität handle.
Wohl auch um eine Konfrontation mit ihm zu vermeiden, reichten zeitgleich drei der Manager, die offenbar an den Bilanzmanipulationen beteiligt waren, ihren Rücktritt ein: Der Ex-President und jetzige Aufsichtsratschef Tsuyoshi Kikukawa, der ehemalige Vice President Hisashi Mori sowie der für die Buchprüfungen zuständige Hideo Yamada.
Fraglich ist derzeit, welche Rolle Woodford zukünftig bei Olympus spielen will. Er sei "nicht besessen" erneut Konzernchef zu werden, erklärte er. Allerdings deute wohl doch einiges darauf hin, dass seine Rückkehr nach Japan auch an den Wunsch gekoppelt ist, eine führende Rolle bei dem Unternehmen einzunehmen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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