Steve Jobs ist Favorit für Time-'Person des Jahres'
Bei der Wahl zur "Person des Jahres", die die renommierte US-Wochenzeitschrift Time Magazin seit 1927 alljährlich veranstaltet, gilt der Anfang Oktober verstorbene Steve Jobs als Favorit. Es wäre das erste Mal, dass eine Person posthum mit diesem Titel ausgezeichnet wird.
Bei einer Podiumsdiskussion, die das US-Magazin 'Time' anlässlich der Wahl zur "Person des Jahres" veranstaltete, plädierte Brian Williams, Moderator der Nachrichtensendung "NBC Nightly News" dafür, dass Jobs in diesem Jahr auf das entsprechende Time-Titelblatt kommt. Williams nominierte Jobs dann auch gleich für die Auszeichnung.
Williams sagte, dass Jobs nicht nur die Welt verändert habe, "sondern uns die Zuversicht gegeben hat, dass wieder etwas möglich ist." Rick Stengel, Redaktionsleiter von Time, merkte an, dass Jobs eine nicht unumstrittene Wahl wäre: "Wir haben noch nie eine verstorbene Person ausgewählt".
Der Vorschlag stieß allerdings auf Zustimmung unter den eingeladenen Experten. Der berühmte US-Koch Mario Batali unterstützte den Vorschlag vehement: "Ich glaube definitiv daran, dass Smartphones sowie die Fotofähigkeiten von Handys die Welt genauso verändert haben wie die Bibel."
Schauspieler Jesse Eisenberg, der den Vorjahresgewinner Mark Zuckerberg in "The Social Network" verkörpert hat, plädierte dagegen für eine Auszeichnung der so genannten "Angry People", also den "wütenden Leute". Bewegungen wie "Occupy Wall Street", die "Tea Party" und vor allem auch die Proteste der arabischen Revolutionen hätten gezeigt, wie kleine Gruppen globale Veränderungen auslösen können.
Weniger begeistert vom Steve-Jobs-Vorschlag war die einzige Frau im Nominierungs-Gremium. Die Anwältin und Aktivistin Anita Hill sagte: "Soziale Gerechtigkeit und die Überbrückung von Ungleichheiten waren nicht unbedingt der Spirit, den Jobs eingefangen hat." Hill schlug stattdessen die ägyptische Internet-Aktivistin Israa Abdel Fattah vor, die die Facebook-Gruppe "Jugendbewegung des 6. April" mitgegründet und so maßgeblich zum Sturz von Hosni Mubarak beigetragen hatte.
Williams sagte, dass Jobs nicht nur die Welt verändert habe, "sondern uns die Zuversicht gegeben hat, dass wieder etwas möglich ist." Rick Stengel, Redaktionsleiter von Time, merkte an, dass Jobs eine nicht unumstrittene Wahl wäre: "Wir haben noch nie eine verstorbene Person ausgewählt".
Der Vorschlag stieß allerdings auf Zustimmung unter den eingeladenen Experten. Der berühmte US-Koch Mario Batali unterstützte den Vorschlag vehement: "Ich glaube definitiv daran, dass Smartphones sowie die Fotofähigkeiten von Handys die Welt genauso verändert haben wie die Bibel."
Schauspieler Jesse Eisenberg, der den Vorjahresgewinner Mark Zuckerberg in "The Social Network" verkörpert hat, plädierte dagegen für eine Auszeichnung der so genannten "Angry People", also den "wütenden Leute". Bewegungen wie "Occupy Wall Street", die "Tea Party" und vor allem auch die Proteste der arabischen Revolutionen hätten gezeigt, wie kleine Gruppen globale Veränderungen auslösen können.
Weniger begeistert vom Steve-Jobs-Vorschlag war die einzige Frau im Nominierungs-Gremium. Die Anwältin und Aktivistin Anita Hill sagte: "Soziale Gerechtigkeit und die Überbrückung von Ungleichheiten waren nicht unbedingt der Spirit, den Jobs eingefangen hat." Hill schlug stattdessen die ägyptische Internet-Aktivistin Israa Abdel Fattah vor, die die Facebook-Gruppe "Jugendbewegung des 6. April" mitgegründet und so maßgeblich zum Sturz von Hosni Mubarak beigetragen hatte.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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