China: Bemerkenswerter 1-Petaflops-Supercomputer
Zum Jahresbeginn hatte China noch von dem Ziel gesprochen, spätestens 2013 einen Supercomputer entwickelt zu haben, der die Grenze von 1 Petaflops Leistung überspringt und auf den im Land selbst entwickelten Godson-Prozessoren basiert. Nun tauchte die Meldung auf, dass ein entsprechendes System bereits einsatzbereit ist.
Der Rechner wurde auf den Namen "Sunway BlueLight MPP" getauft. Den Angaben zufolge schafft er die gewünschte Leistung und weist dabei einige weitere Besonderheiten auf. So wird für das gesamte System lediglich der Platz in neun Racks benötigt, was für einen Computer dieser Leistungsklasse für heutige Verhältnisse recht wenig ist - zumal China bei seinen CPUs noch nicht auf dem gleichen Stand ist, wie die großen westlichen Prozessorhersteller.
Herzstück des Sunway sind CPUs des Typs "ShenWei SW-3 1600", berichtet der in den USA tätige, chinesischstämmige Dr. Hung-Sheng Tsao. Diese basieren auf den bereits genannten Godson-Architekturen. Die Chips verfügen jeweils über 16 RISC-Kerne die MIPS-kompatibel sein sollen und im 64-Bit-Bereich arbeiten. Zur Fertigungstechnologie ist derzeit nichts bekannt, es ist aber anzunehmen, dass sie in 65- oder 45-Nanometer-Prozessesen hergestellt werden und damit noch nicht auf den fortschrittlichsten Prozesstechnologien beruhen, wie sie beispielsweise bei den großen Auftragsfertigern zu finden sind.
Insgesamt verfügt der Supercomputer über 8.704 CPUs, was also 139.264 Kernen entspricht, die mit jeweils 1,1 Gigaherz getaktet sind. Im gesamten Sunway-System stehen außerdem 150 Terabyte Arbeitsspeicher und 2 Petabyte Speicherplatz auf Festplatten zur Verfügung. Eine Wasserkühlung soll die Temperatur im Griff halten.
Eine weitere Besonderheit: Glaubt man den Angaben aus China, ist der neue Supercomputer unglaublich energieeffizient: Er soll lediglich eine Leistungsaufnahme von einem Megawatt haben. Vergleichbare bestehende Systeme benötigen etwa das Doppelte an Stromzufuhr.
Ein weiterer Fakt macht Sunway interessant: Es handelt sich seit sehr langer Zeit um das erste Hochleistungssystem, das nicht auf Prozessor-Technologien aus den USA basiert. China unterstreicht damit sein Ansinnen, die technologische Abhängigkeit von den westlichen Industriestaaten zu reduzieren und aus eigener Kraft eine unverkennbare Größe auf dem Weltmarkt zu werden.
Herzstück des Sunway sind CPUs des Typs "ShenWei SW-3 1600", berichtet der in den USA tätige, chinesischstämmige Dr. Hung-Sheng Tsao. Diese basieren auf den bereits genannten Godson-Architekturen. Die Chips verfügen jeweils über 16 RISC-Kerne die MIPS-kompatibel sein sollen und im 64-Bit-Bereich arbeiten. Zur Fertigungstechnologie ist derzeit nichts bekannt, es ist aber anzunehmen, dass sie in 65- oder 45-Nanometer-Prozessesen hergestellt werden und damit noch nicht auf den fortschrittlichsten Prozesstechnologien beruhen, wie sie beispielsweise bei den großen Auftragsfertigern zu finden sind.
Insgesamt verfügt der Supercomputer über 8.704 CPUs, was also 139.264 Kernen entspricht, die mit jeweils 1,1 Gigaherz getaktet sind. Im gesamten Sunway-System stehen außerdem 150 Terabyte Arbeitsspeicher und 2 Petabyte Speicherplatz auf Festplatten zur Verfügung. Eine Wasserkühlung soll die Temperatur im Griff halten.
Eine weitere Besonderheit: Glaubt man den Angaben aus China, ist der neue Supercomputer unglaublich energieeffizient: Er soll lediglich eine Leistungsaufnahme von einem Megawatt haben. Vergleichbare bestehende Systeme benötigen etwa das Doppelte an Stromzufuhr.
Ein weiterer Fakt macht Sunway interessant: Es handelt sich seit sehr langer Zeit um das erste Hochleistungssystem, das nicht auf Prozessor-Technologien aus den USA basiert. China unterstreicht damit sein Ansinnen, die technologische Abhängigkeit von den westlichen Industriestaaten zu reduzieren und aus eigener Kraft eine unverkennbare Größe auf dem Weltmarkt zu werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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