Blackberry-Ausfall sorgte für weniger Auto-Unfälle

Die massiven Ausfälle bei den Blackberry-Diensten des Smartphone-Herstellers Research in Motion (RIM) hatten durchaus auch ihre gute Seite. In Regionen, in denen die Dienste des Unternehmens von vielen Menschen genutzt werden, ging die Zahl der Verkehrsunfälle in der vergangenen Woche deutlich zurück. Entsprechende Berichte kommen so beispielsweise von der Polizei in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Fahrer waren schlicht weniger von eingehenden Nachrichten, die sie womöglich noch unterwegs beantworteten, abgelenkt.

So lag die Zahl der Unfälle in Abu Dhabi in der vergangenen Woche um 40 Prozent unter dem normalen Wert. In Dubai verzeichnete man zumindest einen Rückgang um 20 Prozent. "Es ist in der letzten Woche nichts passiert, was zu Verkehrstoten geführt hätte, und darüber sind wir schon froh", zitiert die Tageszeitung 'The National' den Chef der Polizei von Abu Dhabi, Hussein Al Harethi.

In der Region ist es offenbar recht verbreitet, dass Fahrer während der Fahrt mit ihrem Mobiltelefon hantieren. Hierzulande ist dieses Problem deutlich geringer geworden, seitdem die Gesetzgeber reagierten und ein entsprechendes Verhalten mit Bußgeldern belegt ist.

Eines der letzten prominenten Opfer eines schweren Verkehrsunfalles ist der Fußball-Profi Theyab Amana, der in der Nationalmannschaft der Emirate spielte. Dieser starb am 25. September, als er - abgelenkt von seinem Blackberry - nicht auf die Verkehrslage achtete und auf ein Fahrzeug auffuhr, das Straßenkennzeichnungen erneuerte. Der Vorfall führte dazu, dass der Vater des Opfers öffentlich dazu aufrief, die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer zu vermeiden.

Die Ausfälle bei RIM führten dazu, dass insbesondere in der EMEA-Region zahlreiche Nutzer nicht mehr auf ihre E-Mail-Konten zugreifen konnten. Auch die Verbindungen über das Blackberry-eigene Messaging-System und der Zugang zu Webinhalten waren über mehrere Tage hinweg unterbrochen.
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