VP8-Videocodec: Google soll Patente verletzen

Am Videocodec VP8 vom US-amerikanischen Internetkonzern Google sehen zwölf Unternehmen ein grundlegendes Patent verletzt. Eine zugehörige Beschwerde hat man aus diesem Grund bei der MPEG LA eingereicht. Mit dem Projekt namens WebM möchte Google ein freies Videoformat auf den Markt bringen. Die Grundlage für dieses Vorhaben liefert der Codec VP8. Auf diese Weise will man mit dem H.264-Format, welches für Privatanwender kostenlos zur Verfügung steht, prinzipiell aber lizenzpflichtig ist, in Konkurrenz treten.

Unter Umständen könnte es in Kürze erste Lizenzforderungen auch im Hinblick auf den VP8-Videocodec geben. Im Februar dieses Jahres hat die MPEG LA dazu aufgerufen, Patente einzureichen, die möglicherweise gegen das WebM-Projekt von Google verstoßen könnten. Wie sich nun herausgestellt hat, haben sich zwölf Unternehmen diesbezüglich zu Wort gemeldet.

MPEG LA wird den eigenen Angaben zufolge allerdings nicht selbständig eine Klage gegen den US-amerikanischen Internetkonzern einreichen. Man sieht sich ferner als eine Art Sammelstelle für Patente. Mit den jeweiligen Unternehmen, deren Namen aus einem Artikel von 'FOSS Patents' nicht näher hervorgehen, soll nun ein Patent-Paket ausgearbeitet werden.
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