YouTube: Musikkonzerne werfen GEMA Blockade vor
"Man darf sich die Frage stellen, warum eine Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und YouTube in vielen Musikmärkten möglich ist, nicht aber in Deutschland, dem wichtigsten Markt Europas", sagte Frank Briegmann, Chef von Universal Music Deutschland, gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Spiegel'.
Edgar Berger, Chef der deutschen Landesiederlassung von Sony Music unterstellt dem GEMA-Aufsichtsrat gar, noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein. Demnach gebe es offenbar kein Interesse, ernsthaft zu einer Einigung zu gelangen und Streaming-Dienste zuzulassen.
Die Reaktion der Musikunternehmen ist allerdings auch kaum verwunderlich. Während sie in vielen anderen Ländern längst an den Werbeumsätzen von YouTube mitverdienen, fließen in Deutschland keine Gelder. Solange zwischen YouTube und der GEMA keine Einigung erzielt wird, entgehen ihnen und den Musikern Zusatzeinnahmen in Millionenhöhe.
Die Musik-Bosse verweisen dabei auf andere europäische Länder wie Frankreich und Italien, wo es längst Abkommen zwischen den Verwertungsgesellschaften und Google gibt. "Ich kann es verstehen, wenn man sich mal nicht einig ist. Aber Teile des Gema-Aufsichtsrats blockieren hier eine Entwicklung, die absolut wichtig für den hiesigen Musikmarkt ist", so Berger, der dies für nicht akzeptabel hält.
In den offiziellen Listen über die Lizenzgebühren veranschlagt die GEMA derzeit für Streaming-Angebote einen Preis von rund 13 Cent pro Video-Abruf. Eine solche Summe lässt sich mit Werbung kaum kompensieren. In den Verhandlungen mit Google soll man allerdings bereits deutlich bessere Angebote vorgelegt haben - allerdings waren wohl auch diese noch zu hoch.
Briegmann forderte die GEMA daher auf, dem Streaming-Markt zumindest erst einmal eine Chance zu geben. "Dann muss man sehen, wie sich das entwickelt, und die Vergütung der Künstler gegebenenfalls nach oben korrigieren", erklärte er. Allerdings wies er auch darauf hin, dass die Musikindustrie bereits mehrfach versucht habe, die Organisation zum Einlenken zu bewegen - bisher erfolglos.
Edgar Berger, Chef der deutschen Landesiederlassung von Sony Music unterstellt dem GEMA-Aufsichtsrat gar, noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein. Demnach gebe es offenbar kein Interesse, ernsthaft zu einer Einigung zu gelangen und Streaming-Dienste zuzulassen.
Die Reaktion der Musikunternehmen ist allerdings auch kaum verwunderlich. Während sie in vielen anderen Ländern längst an den Werbeumsätzen von YouTube mitverdienen, fließen in Deutschland keine Gelder. Solange zwischen YouTube und der GEMA keine Einigung erzielt wird, entgehen ihnen und den Musikern Zusatzeinnahmen in Millionenhöhe.
Die Musik-Bosse verweisen dabei auf andere europäische Länder wie Frankreich und Italien, wo es längst Abkommen zwischen den Verwertungsgesellschaften und Google gibt. "Ich kann es verstehen, wenn man sich mal nicht einig ist. Aber Teile des Gema-Aufsichtsrats blockieren hier eine Entwicklung, die absolut wichtig für den hiesigen Musikmarkt ist", so Berger, der dies für nicht akzeptabel hält.
In den offiziellen Listen über die Lizenzgebühren veranschlagt die GEMA derzeit für Streaming-Angebote einen Preis von rund 13 Cent pro Video-Abruf. Eine solche Summe lässt sich mit Werbung kaum kompensieren. In den Verhandlungen mit Google soll man allerdings bereits deutlich bessere Angebote vorgelegt haben - allerdings waren wohl auch diese noch zu hoch.
Briegmann forderte die GEMA daher auf, dem Streaming-Markt zumindest erst einmal eine Chance zu geben. "Dann muss man sehen, wie sich das entwickelt, und die Vergütung der Künstler gegebenenfalls nach oben korrigieren", erklärte er. Allerdings wies er auch darauf hin, dass die Musikindustrie bereits mehrfach versucht habe, die Organisation zum Einlenken zu bewegen - bisher erfolglos.
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