Berlin: IT-Branche sucht händeringend Mitarbeiter
Demnach planen 91 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr Neueinstellungen. Aktuell verfügen die befragten Firmen im Schnitt über 6,5 offene Stellen. Die Grundlage dessen bietet ein Wachstum der Branche: So erwarten fast drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen im Jahr 2011 steigende Umsätze. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Firmen rechnet sogar mit einem Umsatzplus von mehr als 10 Prozent.
Als bremsende Faktoren nennen die Unternehmen den Fachkräftemangel, den hohen Bürokratieaufwand und die zum Teil mangelhafte Verkehrsinfrastruktur. Nach Angaben der Befragten benötigen die Hightech-Unternehmen vor allem zusätzliche IT-Experten. Besonders stark gefragt sind Software-Entwickler, die von drei Viertel der Unternehmen gesucht werden. Die Hälfte will Vertriebsexperten einstellen und ein Viertel IT-Berater. Sehr wichtig ist den Unternehmen bei ihrer Personalsuche Internationalität: 88 Prozent verlangen solide Englisch-Kenntnisse von neuen Mitarbeitern.
Als problematisch wird die Situation an den Hochschulen angesehen. Berlin hat in Deutschland mit 28,1 Prozent den geringsten Anteil an Hochschulabsolventen in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Im Schnitt der Bundesländer sind es 33 Prozent. Hinzu kommt, dass andere Regionen wie München, Stuttgart oder das Rhein-Main-Gebiet eine starke Sogwirkung auf die in Berlin ausgebildeten Experten haben.
Kritisch beurteilen die Unternehmen die Berliner Landespolitik. Nur 15 Prozent sind mit der Wirtschafts- und Technologiepolitik des Senats zufrieden. 58 Prozent haben das Gefühl, dass ihre Anliegen nicht ausreichend beachtet werden. Die Stadt gebe im Vergleich der Bundesländer zwar sehr viel Geld für Bildung aus, aber die Ergebnisse seien bescheiden, hieß es.
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Christian Kahle
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