Netzaktivisten bauen eigenen Lobbyverband auf
Die Organisation soll zukünftig als eine Art zentrale Interessenvertretung der Internet-Community gegenüber der Politik funktionieren. Bisher übernahmen kleinere, auf einzelne Themen beschränkte Gruppen wie der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, oder aber auch Organisationen wie der Chaos Computer Club, der eigentlich eine andere Ausrichtung hat, diese Aufgaben.
Hinter der neuen Organisationen stehen verschiedene Personen aus dem Umfeld des Blogs Netzpolitik.org und auch dessen Gründer Markus Beckedahl. Nach bisherigem Stand der Planungen soll die Digitale Gesellschaft kampagnenorientiert an netzpolitischen Themen arbeiten. Die Öffentlichkeitsarbeit soll dabei so gestaltet werden, dass auch Menschen, die wenig mit dem Internet zu tun haben, angesprochen werden und der bisherige Kreis der Aktiven ausgeweitet werden kann.
Großes Vorbild der Organisation dürfte die Electronic Frontier Foundation (EFF) aus den USA sein. Bis man allerdings ähnlich einflussreich sein wird, steht noch viel Arbeit und Zeit bevor. Auf europäischer Ebene will die Digitale Gesellschaft mit Verbänden wie der französischen La Quadrature du Net oder Bits of Freedom aus den Niederlanden zusammenarbeiten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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