Erdbeben in Japan: Schwere Schäden auch in der IT
Konkrete Informationen kommen derzeit nur in begrenztem Umfang nach außen. Zumindest von Sony weiß man, dass zwei Fabriken in der Miyagi-Präfektur rechtzeitig evakuiert werden konnten. Mitarbeiter seien hier nicht zu Schaden gekommen, bei den Fertigungsanlagen sieht es hingegen anders aus.
Auch Regionen, die nicht direkt vom Erdbeben betroffen sind, werden aber die Auswirkungen zu spüren bekommen. So wurden vor wenigen Stunden mehrere Atomkraftwerke sicherheitshalber abgeschaltet, was zu Versorgungsengpässen führen wird.
Entfernter gelegene Küstenregionen werden außerdem von Tsunamis getroffen, die bis zu zehn Meter hohe Wellen aufbauen. Das Hauptbeben hatte eine Stärke von 8,9 auf der Richter-Skala. Bisher wurden nur sieben Beben verzeichnet, die mehr Zerstörungskraft hatten.
In dem gut vernetzten Japan führte die Naturkatastrophe erwartungsgemäß dazu, dass die nicht von der Zerstörung betroffenen Bereiche der Kommunikations-Infrastruktur weitgehend überlastet sind. Trotzdem nutzen viele Japaner aktuell Dienste wie Twitter, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Allein in Tokio wurden zeitweise 1.200 Tweets pro Minute abgesetzt.
Google hat bereits auf das Erdbeben reagiert und verbreitet Links zu einer japanischen Fassung seines "Person Finder". Hier können Nutzer Suchmeldungen nach Vermissten aufgeben und sich gegenseitig unterstützen.
Aber auch die Internet-Community reagierte schnell. Über Social Networks sandten User millionenfach Solidaritätsbekundungen nach Japan.
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Christian Kahle
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