Angespielt: Bulletstorm - Schonungslose Action
Am Freitag, den 25. Februar, kommt das Spiel offiziell in den Handel. Wir haben überprüft, ob "Bulletstorm" der versprochene "frische Wind" ist, den EA in das Shooter-Genre bringen will. Damit man sich vor dem Kauf einen Eindruck vom Spiel verschaffen kann, haben wir ein knapp 10-minütiges Gameplay-Video aufgezeichnet, das actionreiche Szenen eines gesamten Levels zeigt.
Eine Warnung vorab: Wir haben für unseren Testbericht auf die ungeschnittene Version des Titels mit deutscher Sprachausgabe zurückgegriffen (auch über Amazon erhältlich). In Deutschland erscheint "Bulletstorm" stark geschnitten. Einer der Hauptbestandteile, das Töten mit Geschick ("Kill with Skill"), wurde zu Gunsten einer Freigabe ab 18 Jahren stark entschärft. Die im Video gezeigten Spielszenen sind nicht für zart besaitete Persönlichkeiten geeignet.
Die Welt im 26. Jahrhundert
In "Bulletstorm" schlüpft man in die Rolle des Weltraum-Piraten Grayson Hunt ("Gray"). Zusammen mit seinem Team war er als Soldat bei der Armee "Dead Echo" tätig. Als die Gruppe um Gray eines Tages einen Reporter umbringt, finden sie auf seinem Rechner gesammelte Informationen über "Dead Echo". Sie stellen fest, dass sie jahrelang von ihrem Boss, General Sarrano, benutzt worden sind, um unschuldige Personen aus der Welt zu schaffen.
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Daraufhin scheidet das Team auf unschöne Art und Weise aus der Armee aus. Sarrano setzt ein hohes Kopfgeld auf die Truppe aus, doch die Kopfgeldjäger stellen für die erfahrenen Soldaten lediglich einen spaßigen Zeitvertreib dar. Eines Tages stoßen sie im Weltall auf das Raumschiff des Generals. Beide Parteien stürzen auf den Planeten Stygia ab, der von Mutanten, Kriminellen und riesigen Monstern bevölkert wird.
Obwohl Gray mit dem einzigen Überlebenden Ishi Sato auf dem öden Planeten gestrandet ist, will er General Sarrano zur Rechenschaft ziehen - was hätte er auch sonst zu tun. Es beginnt eine abwechslungsreiche Reise über den Planeten mit all seinen Besonderheiten.
Mit Peitsche und Fußtritten gegen Mutanten
Bis jetzt könnte man annehmen, dass es sich bei "Bulletstorm" um einen klassischen Shooter in einem unüblichen Szenario handelt. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn das Spiel sticht durch ein innovatives Gameplay aus der Masse heraus. "Kill with Skill" lautet das Motto der Entwickler aus dem Hause Epic Games und People Can Fly.
Die Widersacher, auf die man auf dem Planeten Stygia trifft, müssen auf möglichst einfallsreiche Art und Weise um die Ecke gebracht werden. Je brutaler man vorgeht, desto mehr Punkte sammelt man. Diese Punkte lassen sich dann an bestimmten Stationen im Level gegen neue Waffen, Upgrades und Munition eintauschen.
Der wichtigste und gleichzeitig coolste Ausrüstungsgegenstand ist mit Sicherheit die Peitsche. Sie ist mit dem Gehirn von Gray verbunden und kann genutzt werden, um Gegenstände und Feinde heranzuziehen. Diese bewegen sich anschließend langsam schwebend vor dem Fadenkreuz, so dass man sie in aller Ruhe erledigen kann.
Wem das zu langweilig ist, kann auch noch einen Fußtritt nachsetzen. Dadurch lassen sich die Gegner auf brutale Art und Weise an verschiedenen Objekten zerschmettern, sei es ein Kaktus, ein hartes Geländer oder ein Stromkabel. Kombiniert man diese Elemente miteinander, ergeben sich unzählige Möglichkeiten, wie man einen Gegner zu Fall bringen kann.
Das Spiel zeichnet genau auf, wie man seine Gegner erledigt hat. Es gibt eine lange Liste, auf der man die unterschiedlichen Todesarten durch Entdecken freischalten kann. Da es für ungewöhnliche Aktionen auch viele Punkte gibt, die sich gegen Waffen und Munition eintauschen lassen, ist man durchaus motiviert, beim Töten abwechslungsreich und überlegt vorzugehen.
In unserem Test wurde das Spiel nie langweilig, da man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Ein Beispiel: Stürmt ein Gegner auf Gray zu, kann man die Füße ins Visier nehmen. Trifft man diese, kommt der Feind zu Fall und kann erledigt werden. An solchen Spielelementen kann man erkennen, dass "Bulletstorm" nur von Erwachsenen genutzt werden sollte.
Belastungsprobe für Lautsprecher
Sowohl auf dem PC als auch auf der Xbox 360 und der Playstation 3 macht "Bulletstorm" dank der Unreal Engine eine gute Figur. Sie ist nicht mehr ganz zeitgemäß, was sich jedoch nicht negativ auf das Spiel auswirkt. Das Spiel simuliert eine riesige Spielwelt, da man oftmals große Areale überblicken kann. Es läuft jedoch linear ab. Ab und zu wird man durch gut gemachte Zwischensequenzen unterbrochen, die die Story voranbringen. Anschließend geht es nahtlos in das spielbare Geschehen über.
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Die Steuerung wurde von den Entwicklern gut umgesetzt und ermöglicht einen flüssigen Spielablauf. An manchen Stellen war jedoch unklar, welche Aktion mit dem Controller zum Erfolg führt. Will man beispielsweise einen Gegner mit der Peitsche aus einem Flugobjekt ziehen, muss man die entsprechende Taste zwei Mal betätigen. Das zweite Mal muss jedoch zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen, der auf dem Bildschirm eingeblendet wird.
Fazit
"Bulletstorm" ist einer der wenigen Titel, die mich nach zahlreichen aufregenden Trailern nicht enttäuscht haben. Das Spiel kann ab der ersten Minute fesseln und lockte mir so manches Mal ein Grinsen aus dem Gesicht. Flotte Sprüche und ein spezieller Humor tragen ihren Teil dazu bei.
Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten die Entwickler mit dem kostenlosen Mini-Shooter "Duty Calls" geworben. Er sollte zeigen, dass Spiele wie "Call of Duty" auf Dauer eintönig sind. "Bulletstorm" ist tatsächlich anders und spielt sich erfreulich frischer als die restlichen Titel aus dem Action-Umfeld.
Ob man an der Brutalität Spaß hat oder sie eher abstoßend findet, ist Geschmackssache. Aus diesem Grund kann man auch keine generelle Kaufempfehlung geben. Es lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Demo, die nach dem Verkaufsstart zur Verfügung gestellt werden soll. Bereits jetzt kann man sich unser Gameplay-Video und zahlreiche Trailer anschauen, das einen umfangreichen Einblick in das Spielgeschehen bietet.
Bestellen: Bulletstorm für PC, Xbox 360 und PS3
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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