Google bietet Verlagen Bezahlsystem "One Pass"

Internet & Webdienste Der Suchmaschinenkonzern Google führt mit "One Pass" ein neues Bezahlsystem für Inhalte im Web ein. Insbesondere mit den Zeitungsverlagen will sich das Unternehmen so offenbar gut stellen. Diese hatten sich Google als Hauptgegner zurechtgestellt, da der Konzern vermeintlich mehr Geld damit verdient, Nutzer zu ihren Angeboten zu führen, als sie mit eigenen Inhalten letztlich verdienen. Ausgerechnet Google will den Verlagen nun ein Tool zur Verfügung stellen, um dies zu ändern.

"One Pass" stellt ein zentrales Mikropayment-System dar, dass von verschiedenen Portalen eingebunden werden kann, um eine Bezahlschranke vor wertvolle Inhalte zu setzen. Google übernimmt komplette die Verwaltung, den Support und die Zahlungsabwicklung. Die Authentifizierung der jeweiligen Nutzer erfolgt über den Google-Account, womit schon einmal eine potenzielle kritische Masse an Anwendern vorhanden sein dürfte, an denen die meisten anderen Systeme bisher scheiterten.

Google wird "One Pass" zuerst in Zusammenarbeit mit den Partnern 'Stern', Tomorrow Focus und dem Axel Springer-Verlag starten. Springer will den Dienst beispielsweise auf dem Portal seines Boulevard-Magazins 'Bild' verwenden, um dort live Fußball-Spiele der türkischen Süper Lig zu Preisen zwischen 5 und 15 Euro zu Streamen.
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