Mittelstand ist schlecht auf IT-Probleme vorbereitet

Wirtschaft & Firmen Kleine und mittelgroße Firmen unterschätzen die Folgen eines IT-Ausfalls und sind noch zu schlecht auf einen solchen Zwischenfall vorbereitet. Das ergab eine Untersuchung durch den Security-Dienstleister Symantec. Steht die IT-Infrastruktur still, entstehen den Unternehmen demnach im Schnitt Kosten von etwa 2.300 Euro pro Tag. Damit aber nicht genug: Sie schrecken ihre Kunden mit IT-Problemen so massiv ab, dass diese teils auf konkurrierende Anbieter umschwenken.

Für kleine und mittelgroße Unternehmen kann sich der Ausfall der IT-Infrastruktur somit massiv geschäftsschädigend auswirken. 41 Prozent der 1.288 weltweit befragten Firmen haben aber keinen Plan für den Katastrophenfall aufgesetzt.

In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) sind es sogar mehr als die Häfte (54 Prozent) der Studienteilnehmer. Nur 34 Prozent dieser Unternehmen haben außerdem vor, Richtlinien und Gegenmaßnahmen für den Ernstfall zu entwickeln. Für 20 Prozent ist ein solcher Disaster Recovery Plan überhaupt kein Thema.

Die Gründe für die schlechte Vorbereitung auf Cyberattacken, Naturkatastrophen und Stromausfälle sind vielfältig: Für 56 Prozent der Firmen reichte die Tatsache aus, dass sie noch nie betroffen waren, für 54 Prozent hat das Thema Disaster Recovery schlicht keine Priorität. Die Hälfte der Befragten gab zudem an, dass ihr Computersystem nicht unternehmenskritisch wäre.

Im Ernstfall lässt auch die Datensicherheit der kleinen und mittelständischen Firmen zu wünschen übrig. Während noch 55 Prozent der Unternehmen im EMEA-Wirtschaftsraum ihre Daten mindestens wöchentlich speichern, sind es weltweit weniger als die Hälfte. Lediglich 28 Prozent sichern ihre Daten täglich.
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