Nach "Operation Payback" nun Razzien bei Hostern

Wirtschaft & Firmen Im Zusammenhang mit den DoS-Angriffen im Rahmen der "Operation Payback" Anfang Dezember haben die Behörden nun Durchsuchungen bei mehreren Webhostern in der USA und in Deutschland vorgenommen. Die Ermittler erhoffen sich daraus Erkenntnisse über die Personen, von denen die jeweiligen Attacken gegen die Webseiten von PayPal, Mastercard, Visa und anderen koordiniert wurden. Das Ziel besteht unter anderem darin, die Nutzer bestimmter IRC-Kanäle ausfindig zu machen, berichtete das US-Magazin 'The Smoking Gun' unter Berufung auf das FBI.

Die Angriffe wurden durch das Anonymous-Netzwerk organisiert, einem losen Zusammenschluss von Nutzern aus dem Umfeld des 4Chan-Forums. Sie richteten sich jeweils gegen Unternehmen und Organisationen, die offen gegen die Whistleblower-Plattform Wikileaks vorgingen.

In Deutschland leistete das Bundeskriminalamt Amtshilfe für die US-Behörden und tauchte bei dem Unternehmen Host Europe auf. Dort wurde ein Server untersucht, der von einem Kunden aus Frankreich angemietet wurde. Im Zuge der Prüfung stellte sich aber heraus, dass dieser selbst nichts mit der Aktion zu tun hatte, sondern sich Dritte Zugang zu dem System verschafft und es als Relay genutzt haben.

Bei dem US-Hoster Tailor Made Services kopierten Ermittler die Inhalte zweier Festplatten und wollen diese in der nächsten Zeit genauer untersuchen. Eine weitere Spur führt nach Kanada, aber auch hier gibt es offenbar bisher keine weitergehenden Erkenntnisse.
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