WAZ-Gruppe bietet Anlaufstelle für Whistleblower

Internet & Webdienste Vom Erfolg von Wikileaks inspiriert hat die WAZ Mediengruppe ein eigenes Portal geschaffen, über das vertrauliche Dokumente und Dateien eingesendet werden können. Das anschließende Vorgehen unterscheidet sich jedoch von Wikileaks. "Wir wissen, dass es viele Menschen gibt, die Zeugen zweifelhafter Vorgänge sind. Wir wissen genauso, dass es viele Menschen gibt, die über Dokumente, Filme oder Verträge verfügen, die sie veröffentlicht sehen wollen, um Missstände zu offenbaren und Diskussionen anzuregen", heißt es auf der eingerichteten Internetseite.

Der Verlag bietet einen SSL-gesicherten Upload - die Dateien werden zusätzlich mit GnuPG verschlüsselt. Man akzeptiert verschiedene Formate, darunter Microsoft Office, PDF sowie verschiedene Videoformate und SQL-Datenbanken. Als Einsender kann man eine Beschreibung hinzufügen und eine Sperrfrist setzen.

Im Gegensatz zu Wikileaks will die WAZ Mediengruppe das eingesendete Material nicht veröffentlichen, sondern nutzt es als Ausgangspunkt für eine Recherche. Das hauseigene Recherche-Ressort soll "für Kontakte geöffnet" werden. Man will näher bei seinen Quellen sein.

Weitere Informationen: derwesten-recherche.org
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