Infineon macht erstmals seit Jahren Gewinn

Wirtschaft & Firmen Der deutsche Chiphersteller Infineon konnte das erste Mal seit 2004 wieder ein Geschäftsjahr mit einem Gewinn abschließen. Vor zwei Jahren drohte noch die Insolvenz. 660 Millionen Euro konnte das Unternehmen für den Zeitraum von Oktober 2009 bis September 2010 als Überschuss vorweisen. Im Vorjahr hatte man noch einen Verlust von 674 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz legte um mehr als die Hälfte auf 4,5 Milliarden Euro zu.

In diesen Zahlen ist allerdings noch die Produktionssparte für Handy-Chips enthalten, die Infineon inzwischen für 1,1 Milliarden Euro an Intel verkauft hat. Ohne deren Einnahmen lag der Umsatz bei rund 3,3 Milliarden Euro.

Der Verkauf soll die weitere erfolgreiche Entwicklung aber nicht behindern. In den verbleibenden Bereichen Automotive, Industrie und Sicherheitschips "erwarten wir künftig überdurchschnittliches Wachstum und nachhaltige Profitabilität", sagte Vorstandschef Peter Bauer.

Die guten Ergebnisse im abgeschlossenen Jahr führte er im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurück: Zum Einen würden die Maßnahmen, die im Rahmen des Konzernumbaus eingeleitet wurden, nun greifen. Zum Anderen erwies sich die allgemein gute Entwicklung der Halbleiter-Branche als wichtige Stütze.

Im neuen Geschäftsjahr will Infineon seinen Umsatz um 10 Prozent steigern. Insbesondere die Lieferungen an die Automobilbranche sollen dabei das entscheidende Zugpferd darstellen.
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