LTE: Japan steht schon vor kommerziellem Start

Mobiles Internet Während der neue Mobilfunk-Standard LTE hierzulande erst in Form einiger Pilotnetze verfügbar ist, steht in Japan der kommerzielle Start bereits kurz bevor. Der dort führende Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo kündigte an, dass entsprechende Services ab dem 24. Dezember von den Kunden nutzbar sind. In den letzten Monaten habe man intensiv am umfangreichsten Upgrade des eigenen Netzes seit Jahren gearbeitet.

NTT DoCoMo wird LTE-Dienste in Japan unter dem Namen Xi (Crossy) anbieten. Das Netz soll den Kunden eine Bandbreite von 37,5 Megabit pro Sekunde im Downstream bieten, beim Upstream kommt man auf 12,5 Megabit pro Sekunde, teilte der Anbieter mit.

Das Unternehmen bietet aber auch Femtozellen an, mit denen innerhalb von Gebäuden eigene kleine LTE-Funkzellen aufgebaut werden können. In diesen steht dann jeweils eine bis zu verdoppelte Datenrate zur Verfügung. NTT DoCoMo demonstrierte dies heute anhand eines PCs mit LTE-Empfänger, der einen Datenstrom mit 56 Megabit pro Sekunde empfing.

Der Netzbetreiber hat bisher 430 Millionen Dollar in den Ausbau des Netzes investiert und deckt zum Start ganz Tokio sowie Teile von Osaka, Nagoya und Regionen im Umfeld der Städte ab. Binnen der kommenden zwei Jahre sollen weitere 3,3 Milliarden Dollar investiert werden.

Die Tarife werden etwas mehr kosten, als die aktuellen 3G-Angebote. NTT DoCoMo wird rund 80 Dollar monatlich für ein Volumenpaket mit 5 Gigabyte aufrufen. Braucht man dieses auf, werden für jeweils 2 weitere Gigabyte noch einmal rund 30 Dollar fällig. Die meisten Nutzer von mobilen Datenverbindungen bleiben derzeit jedoch deutlich unter der Marke und müssen so für die schnellere Verbindung etwa 9 Prozent mehr zahlen.
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