ITU-Standards: LTE und WiMAX sind kein echtes 4G

Mobiles Internet Die aktuell im Ausbau befindlichen Mobilfunknetze auf Basis der Standards Long Term Evolution (LTE) und WiMAX werden gemeinhin als 4. Generation bezeichnet - allerdings wohl zu Unrecht. Die International Telecommunication Union (ITU), das Standardisierungsgremium der UNO für die globale Telekommunikation, hat seine Spezifikationen für den 4G-Standard unter dem Titel "IMT-Advanced" nun endgültig beschlossen. Dessen Anforderungen werden von den beiden Technologien aber nicht getroffen, berichtet das US-Magazin 'InfoWorld'.

Um die 4G-Spezifikationen vollständig zu erfüllen, müssten die Weiterentwicklungen der Technologien eingesetzt werden: LTE-Advanced und WirelessMAN-Advanced. Allerdings wird sich durch die Festlegung der ITU in der öffentlichen Darstellung der Mobilfunkbetreiber wohl kaum etwas ändern.

Immerhin setzen diese bereits darauf, unter dem Begriff 4G die Weiterentwicklung ihrer Netze an die Kunden zu kommunizieren. Dabei geht es in erster Linie um die deutliche Steigerung der Bandbreite. Die neuen Technologien stellen hier gegenüber UMTS/HSPA schließlich einen realen Sprung dar.

Erst LTE-Advanced und WirelessMAN-Advanced werden aber auch die Kriterien der ITU an die Bandbreite erfüllen. Als Downstream-Ziele werden hier 100 Megabit pro Sekunde bei echten mobilen Verbindungen wie beispielsweise zu Handys und Notebooks, sowie 1 Gigabit pro Sekunde bei drahtlosen Funkstrecken zu stationären Empfängern definiert.
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