Bremen hat höchsten Anteil an Internet-Nutzern
Es zeigt sich auch, dass kein anderes Bundesland seine Bevölkerung so gut an die digitale Welt heranführt wie die Hansestadt an der Weser, teilte die Initiative D21 mit. So wird unter anderem der kontinuierlicher Ausbau von Breitband vorangetrieben. Noch wichtiger aber ist das Eingehen auf die Bedürfnisse der gesellschaftlichen Gruppen, die bisher nicht oder kaum das Internet nutzen.
Wirtschaftssenator Marting Günthner verwies unter anderem auf eine aktuelle Initiative des Senats, der zu diesem Thema einen Runden Tisch zur Medienkompetenz eingerichtet hat. "Der kompetente und qualifizierte Umgang mit Medien ist heute eine der wichtigsten Fähigkeiten, um an der gesellschaftlichen und demokratischen Entwicklung teilzuhaben. Die Vermittlung und das Erlernen von Medienkompetenz ist daher eine zentrale Aufgabe, um Kindern und Jugendlichen, aber auch Eltern und Senioren, Migranten und Minderheiten diese Teilhabe zu ermöglichen", sagte er.
Das Internet sei nicht nur die größte Informationsquelle der Menschheitsgeschichte und damit zunehmend die Basis einer aufgeklärten Gesellschaft, sondern es bilde auch die Grundlage für einen wirtschaftlich erfolgreichen Standort, erklärte Günthner das Engagement der Stadt.
Bereits 2009 wuchs die Internetnutzung in Bremen um 8,1 Prozentpunkte und lag auch 2010 mit einem Wachstum von 6 Prozentpunkten deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Besonders in der Altersgruppe 50+, die im Bundesdurchschnitt auf knapp 50 Prozent Internetnutzung kommt, sei Bremen ein Musterbeispiel an digitaler Integration, hieß es.
Zwei Drittel sind in dieser Altersgruppe bereits online, beinahe 17 Prozentpunkte mehr als in der gesamten Bundesrepublik. Auch bei der Internetnutzung von Frauen ist Bremen deutlich an der Spitze. Während bundesweit 64,8 Prozent der Frauen online sind, sind es in Bremen 74,2 Prozent.
So bietet die Stadt beispielsweise spezielle Dienste für Senioren, damit diese sich besser in der Online-Welt zurecht finden. Aber auch bei allgemeinen Diensten versucht die Stadt sich hervorzuheben.
"Der 1. Platz für das Bundesland Bremen ist sicherlich auch darauf zurück zu führen, dass wir mit dem Stadtportal Bremen.de ein gutes Angebot zur Verfügung stellen", führte Stephan Klein, Geschäftsführer des Unternehmens Bremen.Online, aus. In Bremen habe das Mitmachen eine lange Tradition. "Wir nennen es hier bürgerschaftliches Engagement. Daran wollen wir mit unseren Angeboten im weltweiten Netz anknüpfen".
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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