Deutsche Telekom startet den ersten LTE-Sender

Mobiles Internet Die Deutsche Telekom hat heute ihre erste Sendeanlage für die neue Mobilfunkgeneration LTE in Betrieb genommen. Diese steht im brandenburgischen Kyritz. Drei Monate nach der Versteigerung der neuen Mobilfunkfrequenzen ist der UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) damit technisch startklar. Heute Mittag übergaben Staatssekretärin Tina Fischer, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, und René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, die erste Basisstation ihrer Bestimmung.

Die neue Technikausstattung ist komplett betriebsbereit. 2011 - wenn die Endgeräteindustrie entsprechende Geräte an den Markt bringt - soll sie vor allem Haushalte drahtlos ans Netz bringen. LTE soll laut den Breitbandplänen der Bundesregierung in erster Linie die Versorgung ländlicher Gebiete mit schnellen Zugängen voranbringen.

"Es ist wichtig, dass heute der Startschuss für die neue Mobilfunktechnik im Land Brandenburg gegeben wurde. Für unsere Unternehmen und für die Bürgerinnen und Bürger ist eine leistungsfähige Netzinfrastruktur von zentraler Bedeutung", sagt Staatssekretärin Tina Fischer im Namen der Landesregierung.

Die neue Technik bietet Bürgern und Unternehmen in der Umgebung von Kyritz, zum Beispiel im Ortsteil Holzhausen und in der Gemeinde Gumtow, über Mobilfunk Bandbreiten von mindestens 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Nach einem noch in diesem Jahr geplanten Pilotbetrieb können Kunden sobald im kommenden Jahr 4G-fähige WLAN-Router verfügbar sind, von der drahtlosen Internetanbindung für zuhause profitieren.

Insgesamt will die Telekom bis zum Jahresende 2010 in Deutschland mehr als 1.000 Orte ohne Breitband-Anbindung für den Zugriff auf das schnelle Internet erschließen. Hiervon werden etwa 500 Orte mit 4G versorgt, die weiteren mit anderen Funk- oder Festnetztechnologien wie UMTS oder DSL und Glasfaser.
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