Messestreit: Zwangsräumung bei der Gamescom?

Gamescom In der nächsten Woche startet in Köln die Spielemesse Gamescom, doch im Vorfeld überschattet ein Streit das Event. Daran sind die Stadt, die Messegesellschaft sowie ein Immobilienunternehmen beteiligt. Mit einer Zwangsräumung der Gamescom wurde gedroht. Der Auslöser des Streits ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, laut dem der bisherige Mietvertrag zwischen der Stadt Köln und den Eigentümern des Grundstücks sowie der Hallen nicht gültig ist, berichtet 'Welt Online'. Er wurde nicht europaweit ausgeschrieben. Das gesamte Messegelände befindet sich derzeit im Besitz des Immobilienunternehmens Oppenheim-Esch, das aus vielen prominenten Investoren besteht.

Die Stadt Köln hatte den Mietvertrag Anfang August 2010 gekündigt - die Monatsmiete über 20,7 Millionen Euro wurde entsprechend nicht überwiesen. Die Stadt ist der Meinung, weiterhin ein Nutzungsrecht zu besitzen. Gleichzeitig will man erreichen, dass das Gelände wieder von Oppenheim-Esch an Köln übertragen wird.

Das Immobilienunternehmen glaubt nicht an die Wirksamkeit der Kündigung und drohte nun mit einer Zwangsräumung. Abgesehen von kleineren Veranstaltungen wäre davon vor allem die Gamescom betroffen. Doch so weit wird es vermutlich nicht kommen, denn mit einer Zwangsräumung würde Oppenheim-Esch ein großes Risiko eingehen. Schadenersatzforderungen wären möglich, falls die Zwangsräumung unrechtmäßig ist.

Der für die Gamescom zuständige Branchenverband BIU sieht ebenfalls keine Gefahr: "Wir gehen davon aus, dass sich die Tore der Messe öffnen werden und die Gamescom nicht von einstweiligen Maßnahmen betroffen ist", sagte Geschäftsführer Olaf Wolters gegenüber 'Gamesindustry.biz'.

Die Gamescom findet vom 19 bis 22. August in Köln statt.
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