Klagewelle gegen Filesharer als neue Einnahmequelle

Recht, Politik & EU In den USA hat eine Organisation namens "US Copyright Group" 14.000 Klagen gegen Filesharing-Nutzer eingereicht. Die Gruppe will damit offenbar vor allem neue Einnahmen für ihre Mitglieder generieren. Dies ist zumindest die Einschätzung von US-Bürgerrechtsorganisationen. "Diese Art von Organisation wurde ausschließlich gegründet, um Klagen führen zu können. Sie sehen das Rechtssystem als Mittel, um Geld verdienen zu können", sagte Jennifer Granick, Anwältin der Electronic Frontier Foundation (EFF), gegenüber der 'Washington Post'.

Zu den Mitgliedern der Grupppe gehören verschiedene unabhängige Produzenten, darunter auch Uwe Boll, der für seine Verfilmungen von Computer-Spielen bekannt ist. Die Gruppe arbeitet mit dem deutschen Technologie-Unternehmen GuardaLey zusammen, das IP-Adressen aus Filesharing-Netzen ausliest und so die Klagen vorbereitet.

Die Prozessführung selbst obliegt der Kanzlei Dunlap, Grubb & Weaver. Diese hat die zahlreichen Klagen gegen Unbekannt eingereicht. Das soll die Grundlage dafür bilden, von den Providern Informationen über die Identität der Nutzer hinter den IP-Adressen einzufordern.

An die Anwender sollen dann Abmahnungen verschickt werden. In diesen werden jeweils Zahlungen in Höhe von 1.500 bis 2.500 Dollar für eine außergerichtliche Einigung verlangt.
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