Greenpeace: Cloud Computing & iPad sind Klimakiller

Wirtschaft & Firmen Die Studie 'Make IT Green - Cloud Computing and its Contribution to Climate Change' hat ergeben, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren und Telekom-Netzen bis 2020 drastisch erhöhen wird. Hierbei spielen das Cloud Computing und mobile Geräte wie das iPad eine zentrale Rolle. Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace könnten diesbezüglich nur erneuerbare Energien für Abhilfe sorgen. Zur starken Erhöhung der Treibhausgasemissionen soll es unter anderem kommen, weil immer mehr Benutzer auch mobil auf Dienste wie YouTube oder Facebook zugreifen. Infolgedessen werden sich entsprechende Klimakonsequenzen ergeben, sofern die Betreiber von großen Rechenzentren auch künftig auf Strom aus Kohlekraftwerken setzen.

Die Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz sagte gegenüber 'Pressetext', dass das vernetzte Leben mit iPad und Co nicht nur positive Seiten hat. Unter anderem werden Online-Anwendungen immer vielfältiger und benötigen mehr Energie.

Denkbare Alternativen wären beispielsweise Photovoltaik zur Stromerzeugung oder die sinnvolle Nutzung von Kühlabwärme, sagte die Sprecherin der Umweltschutzorganisation.

Überdies kritisierte Greenpeace auch die Betreiber des weltgrößten Sozialen Netzwerks. Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass Facebook in absehbarer Zeit ein eigenes Rechenzentrum in Betrieb nehmen wird.

Diesbezüglich soll das Unternehmen PacifiCorp, welches seinen Strom angeblich vorrangig in klimaschädlichen Kohlekraftwerken produziert, die Rolle des Stromversorgers übernehmen. Dem hält Facebook entgegen, dass eine umweltschonende und energiesparende Frischluftkühlung für die Server zum Einsatz kommen wird.

Den höchsten Anteil erneuerbarer Energien im Hinblick auf die Stromversorgung spricht man einem Rechenzentrum des Internetkonzerns Google in Dalles mit 50,9 Prozent zu.
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