Google: Bei Zensur Entwicklungshilfe streichen

Recht, Politik & EU Vor dem US-Kongress hat eine Expertenanhörung zum Thema China stattgefunden. Auch der Google Director Alan Davidson war anwesend und forderte die US-Regierung auf, Ländern, die das Internet zensieren, die Entwicklungshilfe zu streichen. Seiner Meinung nach schadet die Internetzensur der Gewinnentwicklung und stellt eine Barriere des freien Welthandels dar. "Die Fortsetzung des Wirtschaftswachstums steht auf dem Spiel", sagte Davidson vor dem US-Kongress. "Sie wird durch ein freies und weltweit zugängliches Internet vorangetrieben." Vorhandene Hindernisse stören diesen freien Fluss von Online-Informationen. Zudem sind Unternehmen darauf angewiesen, ihre Kunden per Internet zu erreichen.

Davidson machte klar, dass sein Unternehmen mit der aktuellen Politik in China nicht einverstanden ist. Er erklärte, dass die Zensur inländische Unternehmen im Internet bevorteilt. Das spricht gegen die grundlegenden Prinzipien des internationalen Handels. Der Verbraucher hat zudem keine Möglichkeit, die besten Dienstleistungen für seine Bedürfnisse auszuwählen.

In 40 Ländern wird das Internet aktiv zensiert, davon sind in 25 Staaten einige Angebote von Google gesperrt. Allein das Videoportal YouTube kann in einem Dutzend Ländern nicht aufgerufen werden. Deshalb soll die US-Regierung den Ländern, in denen Internetzensur ausgeübt wird, die Entwicklungshilfe streichen. Zudem sollte der freie Zugang zum Internet in internationalen Handelsabkommen festgeschrieben werden.
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