Numo-Chip bringt Windows-Programme auf den TV
Bei dem Chip handelt es sich um einen zweikernigen Prozessor, der auf einer ARM-Architektur basiert. Diese verwandelt TV-Geräte zu einem recht geringen Preis in Thin-Clients, die sich die Benutzeroberfläche von Anwendungen von einem Windows-Server im lokalen Netz holen.
Insbesondere Multimedia-Applikationen sollen so im Wohnzimmer nutzbar gemacht werden. Dafür arbeitet der Chip mit der RemoteFX-Technologie von Microsoft, die noch in diesem Jahr bereitgestellt werden soll. Über Numo kann aber auch direkt auf das Web zugegriffen werden, wenn der Fernseher an das Netzwerk angeschlossen ist.
NComputing will seinen Chip aber nicht nur an Hersteller von Unterhaltungselektronik vermarkten. Das Produkt soll auch an Produzenten von Thin Clients und Netbooks verkauft werden, die ihre Geräte so vergleichsweise preiswert zu einem Client-System für leistungsfähige Windows-Server machen können.
Der Numo-Chip wird für rund 20 Dollar pro Stück angeboten. Nach Angaben von NComputing fallen außerdem zusätzliche Materialkosten von etwa 10 Dollar an, um ein System komplett zu einem entsprechenden Client aufzuwerten.
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Christian Kahle
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