Iranische Hacker kapern Suchmaschine Baidu.com
Die Gruppe war bereits für den erfolgreichen Angriff auf den Mikroblogging-Dienst Twitter im Dezember verantwortlich. Damals gelang es ihnen, den DNS-Eintrag zu Twitter.com zu verändern und auf einen anderen Server umzuleiten, der ihre Botschaft wiedergab.
Genau dies nun auch bei Baidu gelungen. Nach Angaben der Betreiber der Suchmaschine drangen die Angreifer in den DNS-Server ein, der für die Verwaltung ihrer Domain zuständig ist. Dieser befindet sich bei einem Unternehmen in den USA. Vier Stunden lang war Baidu daraufhin nicht erreichbar.
Der Grund für den Angriff auf die Suchmaschine, die in China 60 Prozent Marktanteil hat und damit noch deutlich beliebter als Google ist, ist derzeit noch unklar. Im Gegensatz zu Twitter, das eine wichtige Rolle in der Organisation der oppositionellen Proteste im Iran spielte, dürften die regierungstreuen iranischen Hacker an Baidu kaum etwas auszusetzen haben. Immerhin unterhält das Land zu China gute Beziehungen.
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