E-Book-Löschung: Amazon zahlt Schüler 150.000$

Recht, Politik & EU Der Online-Händler Amazon hat einen Schüler großzügig entschädigt, nachdem man auf seinem E-Book-Reader Kindle vor einiger Zeit das Buch "1984" von George Orwell inklusive zahlreicher Notizen gelöscht hatte. Der Jugendliche hatte wegen der Löschung Klage gegen den Konzern eingereicht. Seinen Angaben zufolge verlor er durch die Aktion Amazons nicht nur das Buch, sondern auch viele eigene Anmerkungen, die er für den Unterricht an der Schule benötigte.

Der Rechtsstreit wurde nun außergerichtlich beigelegt. Amazon verpflichtete sich dabei zu einer Zahlung von insgesamt 150.000 Dollar. Ein Teil davon sind Anwaltskosten, die die zuständige Kanzlei aber einem gemeinnützigen Zweck zukommen lassen will. Welche Summe der Schüler erhält, wurde nicht bekannt gegeben.

Amazon betonte, dass solche Löschungen zukünftig nicht mehr vorgenommen werden sollen. Ausnahmen gebe es höchstens, wenn ein Gericht dies anordnet. Dies war hier aber noch nicht der Fall. Der Rechteinhaber an dem Orwell-Buch hatte lediglich mit rechtlichen Schritten gedroht, da Amazon keine ausreichenden Lizenzen für den Vertrieb als E-Book besaß.
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